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Fahnen-Panne und ewige Fußstapfen

18.07.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Vor 40 Jahren sind Menschen zum ersten Mal auf dem Mond gelandet. Ihre Fußspuren sieht man dort heute noch ganz genau.

Die Astronauten aus den USA haben auch eine Menge anderer Dinge dort oben gelassen, wie Ulrich Köhler den „dpa-Nachrichten für Kinder“ erzählte. Er arbeitet beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin.

Stimmt es, dass die Fußspuren von Neil Armstrong auf dem Mond noch genauso aussehen wie vor 40 Jahren?

„Ja. Und man wird sie über viele Millionen Jahre noch sehen. Denn auf dem Mond ist nicht viel los, es gibt keinen Regen, keinen Wind, nur ein bisschen Sonnenwind mit seinen energiereichen Teilchen. Der kann ab und zu ein Bröselchen Mondstaub anticken, das dann in die Spur rieselt. Aber bis sie weg ist, wird es unglaublich lange dauern.“

Wie sieht dieser Mondstaub aus?

„Wie Zement etwa. Er ist grau und ganz fein gemahlen. Das kommt von den vielen Meteoriteneinschlägen und dem Sonnenwind. Die haben in viereinhalb Milliarden Jahren das Mondgestein zu Pulver zermahlen.“

Liegen da oben noch Überbleibsel der Menschenbesuche im Staub?

„Sechs Fahnen sind da. Fünf davon stehen, eine liegt. Das ist die der ersten Apollo-Mission. Denn die haben sie damals direkt neben dem Raumschiff in den Mondboden gesteckt. Und als sie dann wieder losflogen, konnten sie aus dem Fenster sehen, wie die Fahne umfiel.

Danach gab es eine Anweisung für die weiteren Mondmissionen, dass die Fahnen mindestens 60 Meter weit weg aufgestellt werden müssen.“

Und liegt auch Müll herum?

„Es ist keine große Gerümpel-Kammer. Aber an den Landestellen liegt schon ein bisschen was rum: Die Unterteile der Apollo-Kapseln – diese Spinnenbeine – haben sie dagelassen. Einige Experimente sind noch da. Eines hat zum Beispiel Mondbeben gemessen. Und um zu testen, ob es funktioniert, haben die Astronauten beim Start zum Rückflug Antriebsstufen abgeworfen. Sie schauten, ob die Beben-Messgeräte die Aufschläge merken. Es sind ein paar Spiegel da, die für Laser aufgestellt wurden. Damit hat man von der Erde aus gemessen, wie schnell sich der Mond von der Erde entfernt.“

Eine Frage noch: Wie konnten die Astronauten auf dem Mond so hoch hüpfen beim Laufen?

„Der Mond ist viel kleiner als die Erde. Er hat eine geringere Anziehungskraft. Und damit haben die Menschen bei gleicher Masse weniger Gewicht und können entsprechend weiter springen, fast wie Kängurus.

Bei späteren Apollo-Missionen haben die Astronauten das auch beim Fahren mit den Mondautos gemerkt: Sie konnten nur 20 Kilometer pro Stunde schnell fahren. Ansonsten hätte es sie bei einer kleinen Bodenwelle einfach umgeworfen.“

Der US-Astronaut Edwin Aldrin wird von seinem Kollegen Neil Armstrong (im verspiegelten Visier zu erkennen) bei seinen ersten Schritten auf dem Mond fotografiert. Foto: NASA

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