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Experiment: Forscher sprengen eine Fabrik

21.04.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kawuumm! Erst ein lauter Knall, dann ein Blitz. Wände krachen in sich zusammen. Explodiert ist ein Teil einer alten Fabrikhalle in Bad Säckingen. Das ist ein Ort in Baden-Württemberg. In der Halle knallte es am Dienstag nicht zufällig – die Explosion gehörte zu einem Experiment, das genau durchgeplant wurde.

Wissenschaftler testeten damit besondere Fühler. Außerdem trainierten Helfer, wie man Menschen am besten rettet, wenn ein Gebäude zusammenkracht. Und wie sie so ein Gebäude sicher betreten.

Wenn etwas eingestürzt ist, sieht man nicht immer von außen, wo es besonders wacklig ist. Deshalb haben die Forscher die besonderen Fühler erfunden, sogenannte Sensoren. Die wurden in der Fabrikhalle in den Mauern verteilt. „Das sind intelligente Wände, die selber sagen können: ,Ich bin stabil, ich steh noch‘. Oder: ,Ich bin einsturzgefährdet‘“, erklärte eine Expertin.

Nach einer Sprengung sammeln die Sensoren Informationen. Damit können die Forscher einen besonderen Plan vom Gebäude erstellen. Darauf sind die Stellen rot eingezeichnet, die einstürzen können oder schon kaputt sind. Die stabilen Teile werden grün angezeigt.

In dem Experiment am Dienstag kontrollierte ein Fachmann zum Schluss noch einmal, ob die Wände wirklich nicht wackelig sind. Selbst dann sind solche Versuche aber nicht vollkommen ungefährlich.

„Die Helfer gingen dann da rein und bargen die Verletzten und Verschütteten“, erklärte die Expertin. Die Verletzten waren keine Menschen, sondern Puppen.

Doch um das Experiment noch echter zu machen, waren außerhalb der Halle auch richtige Schauspieler dabei. Die taten so, als ob sie durch die Explosion verletzt wurden.

„Es war super“, freute sich die Expertin nach dem Versuch. „Alle Puppen wurden gerettet.“ Auch die Sensoren hätten gut funktioniert.

Hilfskräfte der Feuerwehr, des THW und des Roten Kreuzes stehen nach der Sprengung von Teilen eines ehemaligen Fabrikgebäudes vor dem zusammengestürzten Gebäudeteil. Foto: Rolf Haid

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