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Es geht immer aus eigener Kraft hinauf

16.02.2021 05:30, Von Rebecca Krizak — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Stundenlang hoch, in Minuten wieder runter: Bei einer Skitour gibt es keine Aufstiegshilfen

Zugegeben: Die Sache ist wahnsinnig anstrengend. Doch es lohnt sich, den Berg auf Skiern nicht nur hinunterzudüsen, sondern vorher auch hinaufzulaufen.

Bayern, Garmisch-Partenkirchen: Skitourengeher genießen den frischen Schnee in den Bergen. So eine Skitour kann ganz schön anstrengend sein.  Foto: Angelika Warmuth
Bayern, Garmisch-Partenkirchen: Skitourengeher genießen den frischen Schnee in den Bergen. So eine Skitour kann ganz schön anstrengend sein. Foto: Angelika Warmuth

Der Blick von hier oben ist toll: Die Bäume in der Ferne sind eingeschneit. Zwischen den Berggipfeln schaut ganz klein der nächste Ort hervor. Und wenn man zurückblickt, sieht man dicken, weißen Schnee – und eine Spur. Die Spur ist die Erinnerung daran, wie man hier oben auf diesen Berg gekommen ist: schnaufend und nach Luft schnappend, aber aus eigener Kraft. Denn darum geht es bei Skitouren. Man benutzt nicht die Lifte auf den Berg. Man stapft selbst hinauf.

Dafür braucht man meist Skier mit speziellen Bindungen. Bei den üblichen Skiern verbinden diese den kompletten Skischuh mit dem Ski. Doch so kann man keine richtigen Schritte machen. Die braucht man aber beim Ski-Bergsteigen.

Die Skier für Touren haben etwas Besonderes: ein Fell

Deshalb sind bei den Tourenski nur die Schuhspitzen mit dem Ski verbunden. Die Ferse kann man hoch und runter bewegen, um zu laufen, erklärt Thomas Bucher vom Deutschen Alpenverein. Für die Abfahrt schnallt man die Schuhe fest.

Und noch etwas ist besonders an den Skiern: Sie haben Fell! Die Felle spannt man für den Aufstieg unter seine Ski. „Sie verhindern, dass man den Berg rückwärts wieder hinunterrutscht“, sagt Thomas Bucher.

Doch warum sollte man das Ganze überhaupt machen? Den Berg hinaufzusteigen ist doch viel anstrengender als die Gondel zu benutzen.

Außerdem dauert es länger. „Erst mal klingt es tatsächlich komisch“, sagt auch Thomas Bucher. „Man läuft stundenlang den Berg hinauf, um dann in zehn Minuten wieder herunterzufahren.“ Doch der Fachmann weiß: „Diesen Tag vergisst man nicht so schnell. Man merkt sich alles viel besser.“

Skitouren gehen meistens durch tiefen Schnee

Außerdem kann die Tour richtig abenteuerlich werden. Denn erfahrene Skifahrer machen so eine Tour nicht nur entlang der Piste. Stattdessen geht es durch tiefen Schnee und durch das Gebirge. „Dabei kommt man durch Gegenden, die man sonst selten sieht, höchstens im Film“, sagt Thomas Bucher.

Allerdings sollte man niemals einfach so drauflos laufen, warnt der Fachmann. Wer eine Skitour gehen will, sollte sich erfahrenen Tourengehern anschließen und nicht alleine losziehen.

Tourengehen kann schnell gefährlich werden

Denn sonst kann es schnell gefährlich werden. „Es kann Lawinen geben“, sagt Thomas Bucher. „Außerdem gibt es oft keine Schilder, um sich zu orientieren. Und kalt ist es auch.“ Deshalb sind eine gute Vorbereitung und eine gute Ausrüstung wichtig.

Zur Ausrüstung gehört zum Beispiel ein kleines Gerät mit einem langen Namen: das Lawinen-Verschütteten-Suchgerät, abgekürzt mit LVS-Gerät.

Wird jemand von einer Lawine verschüttet, kann man ihn oder sie mit Hilfe solcher Geräte besser orten. So weiß man, wo man im Schnee graben muss, um denjenigen zu retten.

Damit es nicht gefährlich wird, sollte man zuerst an einer Piste üben, meint Thomas Bucher.

Der Fachmann rät auch, sich nicht zu viel vorzunehmen. „Niemand muss beim ersten Versuch den Gipfel erreichen“, sagt er. Eine tolle Abfahrt zur Belohnung gibt es auch so.

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