Paulas Nachrichten

Erst durchs Futter werden Farbfrösche gefährlich!

16.01.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Passiv giftige Tiere haben weder einen Stachel noch einen Giftzahn – Tiergifte können auch nützlich sein

Knallgelb: Pfeilgiftfrosch in einem Gewächshaus

Sie sind nur ein paar Zentimeter groß, hopsen blitzschnell davon, und ihre Haut ist kunterbunt. Die Rede ist von Farbfröschen. Doch Vorsicht: Anfassen verboten! Denn viele Farbfrösche haben es in sich. Oder besser gesagt: Sie haben es auf sich. Gefährlich ist ein dünner Film, der ihre Haut überzieht. Denn dieser ist bei einigen Arten extrem giftig. Es ist ein Sekret, das die Frösche über die Haut ausscheiden.

Gelb gebänderter Baumsteiger Fotos: dpa

Richtig giftig werden die Tiere erst durch ihre Nahrung. Sie fressen etwa Ameisen, Termiten oder Käfer. Dabei nehmen sie deren Gift auf, wandeln es um und werden so selbst giftig. Solche Tiere nennen die Experten passiv giftige Tiere. Denn sie benutzen ihr Gift nicht, um Beute zu fangen, sondern zur Abwehr.

Leben passiv giftige Farbfrösche zum Beispiel in einem Zoo, fehlt ihnen oft ihre giftige Leibspeise. Denn dort erhalten sie ungiftige Insekten als Futter. So passiert es oft, dass die Frösche nach und nach ungiftig werden. Farbfrösche leben in Mittelamerika und Südamerika. Dort benutzen einige Indianer das Gift der Frösche für die Jagd. Sie bestreichen zum Beispiel ihre Pfeile mit dem Gift der Tiere. Dabei müssen sie aufpassen, dass sie sich nicht selbst schaden! Deshalb wickeln die Indianer Blätter um die Frösche. Erst dann heben sie die Tiere auf. Hautkontakt findet also nicht statt. Doch Tiergift ist noch für etwas anderes gut. Forscher versuchen damit auch, bestimmte Krankheiten zu heilen. Diese Gifte können nämlich etwas ganz Besonderes: Sie wirken sehr genau. Das heißt, sie greifen nur bestimmte Bereiche im Körper an. Andere Stellen des Körpers interessieren die Gifte wiederum gar nicht. Das versuchen die Forscher auszunutzen. So wie etwa das Gift einer Kegelschnecke. Es wird in Schmerzmitteln eingesetzt.

Und welche giftigen Tiere gibt es in Deutschland? Spinnen oder Salamander. Aber keine Angst: Sie sind für Menschen eher ungefährlich. Auch die giftige Kreuzotter lebt bei uns. Ihr Biss ist sehr schmerzhaft. Aber dass jemand gebissen wird, passiert selten. Das Tier ist extrem scheu. dpa

Paulas Nachrichten

Tiere im Internet verkauft

Viele wilde Tiere werden illegal verkauft

(dpa) Viele wilde Tiere sind vom Aussterben bedroht, weil sie von Wilderern gejagt werden. Die Jäger haben es auf die Hörner von Nashörnern oder das Elfenbein von Elefanten abgesehen. Auch lebende Wildtiere werden gefangen, etwa…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten