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Erst denken, dann schicken

19.03.2020 05:30, Von Katharina Heimeier — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Was würdest du in der Schule ans Schwarze Brett pinnen?

Fotos zu verschicken oder im Internet zu posten macht Spaß. Aber nicht jedes Foto gehört dort auch wirklich hin. Eine Expertin sagt, worauf man achten sollte, wenn man Fotos von sich veröffentlicht.

BERLIN . Nur zweimal oder dreimal tippen. Und zack: Schon hat man ein Foto bei Instagram oder Whatsapp gepostet. Diese Apps sind zwar erst ab 13 oder sogar 16 Jahren.

Doch wenn die Eltern zustimmen, dürfen manche sie früher benutzen. Bevor man dort loslegt, sollte man sich aber fragen: Was, wenn einem das Foto irgendwann peinlich ist? Die Medienpädagogin Sophie Pohle vom Deutschen Kinderhilfswerk erklärt, warum man vor dem Posten erst nachdenken sollte – und wie man schöne Fotos machen kann, ohne direkt erkannt zu werden.

Wo ist das Problem, wenn ich ein schönes Foto von mir auf Instagram, Facebook oder Whatsapp posten möchte?

„Bei manchen Fotos kann man schwer einschätzen, ob man sie mit 16 noch cool findet. Aber alles, was man ins Netz stellt, kann man nur schwer wieder löschen. Man sagt immer: Das Netz vergisst nichts. Auch wenn ich ein Foto wieder rausnehme, kann es sein, dass es schon jemand weitergeleitet hat.“

Worauf sollte ich denn achten?

„Man sollte sich immer fragen: Finde ich es in zehn Jahren noch toll, wenn diese Bilder von mir im Netz sind? Und: Wem zeige ich das im Netz? Wo stelle ich das Bild ein? Es macht einen Unterschied, ob ich ein Bild nur Oma und Opa schicke oder öffentlich sichtbar bei Instagram oder Facebook einstelle. Bei der Entscheidung hilft die Frage: Würde ich es in der Schule ans Schwarze Brett hängen? Oder an Straßenlaternen in der ganzen Stadt kleben?“

Wie sorge ich denn dafür, dass nur meine Freunde das Bild sehen?

„Man kann in den Privatsphäre-Einstellungen festlegen, ob nur eine Handvoll Leute das Bild sehen oder ob es auf meinem öffentlichen Profil steht. Profilfotos bei Whatsapp können alle sehen, die meine Nummer haben. Die Statusbilder bei Whatsapp oder Storybilder bei Instagram löschen sich zwar nach 24 Stunden, aber man kann ja einen Screenshot machen und sich das Bild so sichern.“

Was kann ich machen, wenn ich auf Nummer sicher gehen möchte?

„Dann kann man Fotos machen, auf denen man nicht sofort zu erkennen ist und zum Beispiel von der Seite oder von hinten zu sehen ist. Schön sind auch Detailaufnahmen von Händen oder Füßen.“

Was ist, wenn ich mir nicht sicher bin?

„Im Zweifel sollte man es lieber lassen. Man kann ein Foto ja auch ausdrucken und an die Wand hängen oder ein schönes Fotobuch daraus machen.“

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