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Endlich beginnt die Spargel-Zeit

22.04.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

KIRCHDORF (dpa). Ganz früh morgens stehen viele Frauen und Männer auf Feldern und bücken sich zum Boden. Sie ziehen lange weiße Stangen aus Erddämmen Spargel. In vielen Orten hat jetzt die Saison begonnen. Das ist die Zeit, in der das Gemüse geerntet wird. Sie dauert meist bis zum 24. Juni. Das ist Tradition.

Der Spargel wächst in den langen Dämmen aus Erde, die extra für die Pflanzen aufgeschichtet werden. Denn in seinem Erd-Versteck bleibt er weiß. Würde er oben rauswachsen und die Sonne auf ihn scheinen, wäre er violett-grün. Bei der Ernte stechen die Arbeiter etwa vier Handbreit in die Erde rein. Direkt über der Wurzel schneiden sie die weißen Stangen ab. Spargelstechen wird das Ganze genannt. Und dann muss der Erddamm schnell wieder zugemacht werden, damit wieder neue Stangen wachsen können.

Aber was wird da eigentlich geerntet? Die Spargelpflanze gehört zum Typ der Stauden wie auch viele Gartengewächse. Und sie lebt mehrere Jahre. Ihr sogenannter Wurzelstock liegt etwa 35 Zentimeter tief unter der Erdoberfläche. Im Winter besteht die Pflanze fast nur aus diesem Wurzelstock. Daraus kommen mehrere Sprosse, die im Frühjahr wachsen. Sie drücken sich durch die Erde nach oben: Sie werden als Spargel geerntet. Wenn der Spross nicht abgeschnitten wird, wächst über der Erde daraus Spargelkraut.

Viele Tausend Erntehelfer in Deutschland sorgen derzeit dafür, dass der Spargel in die Läden und auf die Märkte kommt. Die Leute arbeiten manchmal zehn Stunden am Tag auf den Feldern. Übrigens: Im Spargel ist viel Wasser und nur wenig Fett, dafür aber eine bestimmte Säure. Die wird von einem Stoff in unserem Körper einem Enzym abgebaut. Und zwar so, dass der Urin nach dem Essen oft eigenartig riecht. Allerdings hat nur etwa jeder Zweite dieses Enzym. Es muss also nicht immer stinken, wenn der Spargel verdaut ist.

Spargelstecherinnen sind auf einem Spargelfeld bei der Arbeit. Spargelernte ist eine sehr mühsame Arbeit. Bei der Ernte stechen die Arbeiter etwa vier Handbreit in die Erde rein. Direkt über der Wurzel schneiden sie die weißen Stangen ab. Foto: Peter Förster

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