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Elektro-Spürnase erschnüffelt gefährliche Stoffe

24.10.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hmmh, wie das duftet. Oder: Bäh, wie das stinkt. Auf viele Gerüche reagiert unsere Nase sehr empfindlich. Aber auch elektrische Geräte können viele Düfte erschnüffeln. Forscher aus Norddeutschland haben eine elektronische Spürnase entwickelt, die Giftstoffe erkennt.

Ein schwerer Unfall auf der Autobahn. Die Feuerwehr rückt an. Auf der Fahrbahn liegt ein umgekippter Tanklastwagen, der gefährliche Stoffe transportiert. Schnell müssen die Helfer feststellen, ob die Luft rein ist oder ob giftige Stoffe in ihr sind. Prüfen können sie das zum Beispiel mit einem kleinen Gerät, das Forscher aus den Städten Hamburg und Schwerin entwickelt haben. Die orange-olivenfarbige Elektro-Spürnase sieht ein bisschen aus wie ein großes Bügeleisen. Wenn der schmale Kasten läuft, schnurrt er wie eine elektrische Zahnbürste. Aber wenn er einen gefährlichen Geruch erschnüffelt, piepst er laut und schrill. Wie eine Art Feuermelder. Und so funktioniert das mit dem Riechen: Das Gerät saugt mit einer Pumpe Luft an. Das ist etwa so, als würdest du tief durch die Nase einatmen, um an einer Blume zu riechen. Die angesaugte Luft gelangt zu einer Reihe von vier verschiedenen Sensoren. Jeder dieser Fühler funktioniert auf eine andere Weise.

Einer der Sensoren ist eine sogenannte elektrochemische Zelle. Die ist etwa so groß wie ein Fingerhut und trägt verschiedene Chemikalien in sich. Kommen die mit bestimmten Giftstoffen in Kontakt, fließt in dem Sensor Strom. Je mehr von den Stoffen in der Luft ist, desto mehr Strom fließt. Eine Art Minicomputer berechnet daraus die Konzentration des Stoffes in der Luft. Den Wert zeigt dann ein kleiner Bildschirm an, wie bei einem Handy.

In einem anderen Sensor wird die angesaugte Luft bestrahlt und so elektrisch geladen. Die Teilchen in der Luft werden dann von einem Metallplättchen angezogen. Daraus, wie lange sie bis dahin brauchen, berechnet das Gerät, was für Stoffe dort sind. So kann die Spürnase den Feuerwehrleuten zeigen, ob die Luft gefährlich ist oder nicht. Wenn das Gerät Gefahrstoffe aufspürt, leuchtet eine Warnleuchte auf und das Gerät beginnt zu piepsen.

Der Chemiker Wolfgang Schröder und der Elektrotechniker Jörn Frank zeigen eine „Elektronase“. Diese elektronische Spürnase sieht so ähnlich aus wie ein Bügeleisen. Foto: Christiane Löll

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Handys erschnüffeln

Spürhunde können mehr als nur Leute finden

NEUSS (dpa). Wo ist bloß das Handy versteckt? Der zottelige Hund Ali Baba weiß es! Seine Nase führt ihn hin: Er schnüffelt auf dem Sofa, im Bücherregal und in Blumentöpfen. Bis er das Handy gefunden hat.

Das klappt, weil…

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