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Eiskalter See statt warme Halle

09.02.2021 05:30, Von Louisa Grübler — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Viele Menschen gehen auch im Winter in einen See oder Fluss zum Schwimmen

Im Winter ist es viel zu kalt, um im See baden zu gehen. Davon lässt sich Alisa Fatum aber nicht aufhalten. Sie ist Eisschwimmerin und geht auch im Winter ins Wasser. Egal, ob es regnet oder schneit.

Alisa Fatum, Weltmeisterin im Eisschwimmen, trainiert im Kulkwitzer See. Schwimmen trotz Kälte: Alisa Fatum macht das sogar Spaß.  Foto: Jan Woitas
Alisa Fatum, Weltmeisterin im Eisschwimmen, trainiert im Kulkwitzer See. Schwimmen trotz Kälte: Alisa Fatum macht das sogar Spaß. Foto: Jan Woitas

1000 Meter schwimmen und das im Winter draußen in einem See. Alisa Fatum macht das. Sie schafft die 1000 Meter im Eiswasser in etwa 12 Minuten und 48 Sekunden. Mit dieser Zeit hält sie den Weltrekord im Eisschwimmen und ist sogar Weltmeisterin. Einmal oder zweimal in der Woche trainiert die 25-Jährige im Kulkwitzer See. Der liegt bei Leipzig im Bundesland Sachsen. Den dpa-Kindernachrichten erzählt Alisa Fatum, wie es sich anfühlt, durch eiskaltes Wasser zu schwimmen.

Wie sind Sie zum Eisschwimmen gekommen?

Eigentlich war ich Beckenschwimmerin. Das heißt, ich bin in der Schwimmhalle geschwommen. Irgendwann habe ich das Schwimmen im Freiwasser entdeckt. Freiwasser bedeutet, dass man in Seen, Meeren oder Flüssen schwimmt. Über das Internet habe ich herausgefunden: Man kann auch im Winter im Freiwasser schwimmen. Und dann habe ich es einfach mal ausprobiert.

Im Vergleich zum Hallenschwimmen: Was ist beim Eisschwimmen anders?

Natürlich ist die Temperatur anders: Beim Eisschwimmen sollte das Wasser kälter als fünf Grad sein. Da gibt es einige Dinge zu beachten. Anders als in Schwimmhallen können Eisschwimmer und Eisschwimmerinnen nicht von einem Startblock ins Wasser springen. Das kann zu einem Schock führen. Deswegen steigen wir über eine Leiter ins Wasser. Am See laufen wir einfach hinein. So kann sich der Körper an das Wasser gewöhnen.

Wie fühlt es sich an, im Eiswasser zu schwimmen?

In Russland war das Wasser null Grad kalt. Es kribbelt und sticht dann im ganzen Körper. So als würden Tausende Ameisen über den Körper laufen. Irgendwann sticht es nicht mehr. Die Hände und Füße sind dann so kalt, dass sie sich wie Klumpen anfühlen. Man hofft dann nur noch, ganz schnell ins Ziel zu kommen. Danach fühle ich mich immer leicht und befreit. Die Freude überwiegt dann den Schmerz.

Finden Sie das Hallenschwimmen mittlerweile langweilig?

Ich finde es nicht langweilig. Für mich ist das Beckenschwimmen immer noch wichtig. Normalerweise gehe ich fünf Mal in der Woche in die Halle. Dort übe ich meine Schnelligkeit und Ausdauer.

Eignet sich eigentlich jedes Gewässer zum Eisschwimmen?

Man sollte nur in Gewässern schwimmen, die man kennt. Beim Fluss kann zum Beispiel die Strömung gefährlich werden. Auf jeden Fall sollte man vorher herausfinden, ob das Schwimmen erlaubt ist. Außerdem ist es besser, nicht allein zu schwimmen.

Was sollte man beim Training am See unbedingt beachten?

Um keine Atemnot zu bekommen, sollte man ruhig ins Wasser gehen. Wenn man aus dem Wasser kommt, sollten warme Kleidung und eine Kanne Tee bereitliegen. Am besten liegen die Sachen oben, die man zuerst wieder anzieht. Da die Füße immer sehr kalt sind, liegen zum Beispiel meine Socken ganz oben. Die ziehe ich immer als erstes an.

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