Schwerpunkte

Paulas Nachrichten

Eisen vor Rost schützen

21.08.2021 05:30, Von Philipp Brandstädter — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ein brauner, rauer Fleck auf dem Metall wird größer und größer. Rost frisst sich durch Autokarossen, Fahrräder und Regenrinnen. Dagegen versuchen Fachleute etwas zu tun. Denn was anfangs nur hässlich aussieht, kann gefährlich werden.

Rost überzieht diesen Bagger aus Metall auf dem Ferropolis-Gelände.  Foto: Philipp Brandstädter/dpa
Rost überzieht diesen Bagger aus Metall auf dem Ferropolis-Gelände. Foto: Philipp Brandstädter/dpa

Das ist ja total verrostet! An Dingen aus Eisen wie einem alten Fahrrad oder einem Blechschild sieht man häufiger diese rotbraunen rauen Flecken. Manche Erwachsene ärgern sich auch sehr über rostige Stellen am Auto. Doch was ist das Problem mit dem Rost?

Viele Sachen werden aus Eisen hergestellt. Denn davon ist eine Menge in der Erde vorhanden. Außerdem lässt es sich unter Hitze gut bearbeiten und ist stabil. Es hat aber einen Nachteil: Es rostet.

„Rost entsteht, wenn Eisen mit Luft und Wasser in Kontakt kommt“, erklärt der Experte Mathias Galetz. In unserer Luft ist ein Gas enthalten, das wir auch zum Atmen brauchen: Sauerstoff. Dieser Stoff reagiert mit dem Metall und verändert dabei die Farbe des Eisens und auch seine Eigenschaften. Das wird Korrosion genannt.

Damit Rost entsteht müssen verschiedene Atome zusammenarbeiten

Dahinter steckt Chemie: Winzige Teile des Eisens, die Atome genannt werden, reagieren mit winzigen Teilen des Sauerstoffs. Es muss aber zugleich Wasser hinzukommen. Die Sauerstoff-Atome holen sich von den Eisen-Atomen andere Teilchen, die Elektronen.

Diese Übertragung ist die Oxidation. „Dadurch werden das Eisen und der Sauerstoff eng aneinander gebunden“, erklärt der Experte. „Das Metall verwandelt sich nach und nach in Rost“.

Durch den Rost verliert Eisen aber seine Festigkeit. Das ist ein Problem: „Wasserleitungen können kaputt gehen, Teile am Fahrrad oder Auto können brechen“, sagt Mathias Galetz. Richtig gefährlich würde es etwa, wenn Rost nach und nach die Eisen-Bauteile einer Brücke zernagt.

Deshalb soll Rost verhindert werden. Nun könnte man dafür zum Beispiel mit anderen Metallen als Eisen bauen. Aluminium etwa rostet nicht. Es ist aber nicht so fest. Gold rostet auch nicht, ist aber zu teuer. Also versucht man, Teile aus Eisen oder Stahl zu schützen.

Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum Beispiel überzieht man Eisen mit einer dünnen Schicht eines nicht rostenden Metalls.

Das macht man etwa bei Möbelstücken. Sie erhalten eine Schicht aus Chrom, die schön glänzt. Metalldächer hingegen müssen nicht schick aussehen. Sie werden mit Zink überzogen, damit sie nicht rosten.

Häufig bemalt man Metall aber mit einer besonderen Farbe, einem Lack. Der verhindert, dass überhaupt Sauerstoff an das Eisen gelangt. Das muss allerdings sehr gründlich passieren. Denn sobald ein Kratzer im Lack ist, ist das Metall schutzlos. Deshalb ärgern sich Leute auch so sehr über ein verkratztes Auto.

Paulas Nachrichten

Fröhlicher Besuch aus dem Jenseits

Hast du schon vom Tag der Toten gehört? Das ist eine Tradition, die aus dem Land Mexiko stammt. Am 1. und 2. November ist dort eine Menge los. Es wird bunt und wild.

Der Name mag gruselig klingen. Doch der „Día de Muertos“ oder Tag der Toten ist tatsächlich eine schöne…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten