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Einmal schön gruseln, bitte

20.10.2018, Von Stefanie Paul — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die amerikanische Halloween-Tradition, im Oktober Kürbisse zum Herstellen von Fratzen zu nutzen, hat sich auch in Deutschland durchgesetzt

In der Nacht zum 1. November feiern viele Menschen Halloween. Woher kommt der Brauch? Einige Fachleute meinen: Einst wollten Menschen mit den gruseligen Verkleidungen böse Geister abschrecken.

Ein junges Mädchen im Hexenkostüm hält einen beleuchteten Halloween-Kürbis im Arm. Eine Hexe! Keine Angst: Es ist nur ein Mädchen in einem Hexen-Kostüm. Foto: Danny Lawson

Gruselige Gespenster, Vampire und Hexen – sie alle treiben ihr Unwesen. Sie ziehen von Haus zu Haus und verlangen Süßigkeiten. Süßigkeiten? Na klar, denn es ist Halloween (gesprochen: hällowiin)! Die Gespenster, Vampire und Hexen sind natürlich nicht echt. Es sind Menschen in Kostümen.

Ein Haus mit Garten ist mit verschiedenen Halloween-Motiven geschmückt. Uaaah! An Halloween schmücken manche Leute ihre Häuser gruselig. Foto: Peter Steffen

Immer mehr Leute in Deutschland feiern Halloween. Sie finden es toll, sich zu verkleiden und zu gruseln. Anderen Leuten geht das Spektakel aber auf die Nerven. Sie finden, das sei bloß Nachmacherei.

Denn bis vor einigen Jahren war das Grusel-Fest bei uns noch ziemlich unbekannt. Anders sieht das in dem Land USA aus. Dort ist Halloween schon lange ein wichtiges Fest. Gefeiert wird es in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November. Aber wie ist Halloween entstanden? Manche Fachleute meinen, Halloween gehe auf ein sehr altes Fest zurück. Dieses wird „Samhain“ genannt. Gefeiert wurde es vor mehr als 2000 Jahren von Volksgruppen, die man Kelten nennt. Diese lebten unter anderem im heutigen Irland im Norden von Europa. Die Kelten glaubten, dass in der Nacht zum 1. November die Welten der Lebenden und der Toten aufeinandertreffen. Ihre Geschichten besagen: Die Toten versuchen in dieser Nacht, sich die Seelen der Lebenden zu schnappen. Denn so haben sie eine Chance auf ein Leben nach dem Tod. Das wollen die Lebenden natürlich verhindern. Deshalb verkleiden sie sich. Entweder, um wie Tote auszusehen und nicht aufzufallen. Oder um mit den Kostümen die Toten abzuschrecken. Das ist nur eine mögliche Erklärung. Und ob Halloween tatsächlich daher kommt, ist nicht eindeutig klar. Bekannt ist aber, was der Name Halloween bedeutet: Er hat etwas mit Allerheiligen zu tun.

Wird am 1. November gefeiert

Dieser Kirchentag wird am 1. November gefeiert, vor allem von katholischen Christen. Sie denken dann an die Menschen, die gestorben sind. Im Englischen heißt dieser Tag „All Hallows’ Day“ (gesprochen: ool hälloos däi). Der Abend davor wurde „All Hallows’ Evening“ (gesprochen: ool hälloos iiwening) genannt. Daraus ist im Laufe der Zeit wohl der Name „Halloween“ entstanden. Ziemlich sicher sind sich Experten darin, dass früher vor allem Menschen aus Irland Halloween feierten. Vor mehr als 150 Jahren gingen viele arme Menschen aus dem Land fort und zogen in die USA. Dabei nahmen sie ihre Bräuche mit. Darunter auch Halloween. Das Grusel-Fest wurde in den USA immer beliebter und irgendwann feierten es nicht mehr nur die Leute, die aus Irland stammten, sondern auch alle anderen.

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