Paulas Nachrichten

Einfach machen, das klappt am besten

30.04.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ein Didgeridoo ist anders: Es klingt anders, es sieht uriger aus und es ist anders zu spielen als die Instrumente, die wir sonst so kennen. Franz Richter spielt seit fast 20 Jahren Didgeridoo. dpa-Nachrichten für Kinder erklärt er, wieso beim Spielen im Mund Luft gespeichert werden muss.

Was ist das Besondere an einem Didgeridoo?

„Auf dem Didgeridoo kann man nur einen Ton spielen – also keine Melodie wie auf der Flöte oder einer Trompete. Der Spieler hat nur die Möglichkeit, mit der eigenen Stimme höhere Töne hineinzuschreien. Aber der Grundton eines Didgeridoos bleibt immer derselbe. Eine weitere Besonderheit ist die Atmung. Denn um den Ton beim Spielen zu halten, muss man jede Sekunde Luft in das Instrument pressen.“

Und wie geht das?

„Um einen Ton zu erzeugen, muss man zunächst die Lippen recht locker lassen oder auch ein bisschen anspannen – je nach Größe des Instruments. So bläst man dann in das Rohr. Und dann braucht man natürlich die Zirkulationsatmung, um dem Ton ununterbrochen spielen zu können.“

Zirkulationsatmung?

„Dazu muss man, während man durch die Nase einatmet, die Luft aus dem Mundraum herauspressen – nicht blasen! Viele sagen, du musst blasen und schnaufen gleichzeitig. Aber das ist grundverkehrt. Kein Mensch kann das. Sondern: Wir benutzen unseren Mundraum als Luftspeicher. Und das müssen wir mit unserer Backenmuskulatur, mit der Zunge oder mit dem Kiefer machen. Und anschließend wieder umstellen auf Lungenblasen.“

Wer lernt es denn schneller, Erwachsene oder Kinder?

„Kinder denken oft nicht so viel, sondern machen einfach. Und das klappt am besten. Der schnellste Schüler, den ich hatte, war ein zehnjähriger Junge. Der hat es innerhalb von zehn Minuten geschafft, die Zirkulationsatmung zu lernen und auf dem Didgeridoo einen schönen sauberen Ton zu spielen. Nach zwei, drei Stunden hat der mit mir schon richtig fetzige Rhythmen gespielt. Ich hab ihn beneidet, denn ich hab wochenlang für diese blöde Zirkulationsatmung gebraucht.“

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