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Einen Käufer für Kunstwerke finden

22.12.2018, Von Kristina Marth — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

In einer Galerie kann man Bilder und Skulpturen kaufen, die dort von den Künstlern ausgestellt werden

Künstler malen und meißeln oft nicht nur für sich selbst, sondern um ihre Kunstwerke zu verkaufen. Doch haben sie normalerweise keine Zeit, ihre Gemälde und Skulpturen anzubieten. Darum kümmern sich Galeristen.

BURGHAUN. Wenn Günter Liebau zwischen Gemälden und Skulpturen steht, glänzen seine Augen vor Freude. Man merkt direkt: Dieser Mann hat Spaß an seiner Arbeit. Im kleinen Ort Burghaun im Bundesland Hessen hat Günter Liebau eine eigene Galerie. Dort zeigt und verkauft der 71-Jährige Kunstwerke von anderen Künstlern.

Eigentlich wollte Günter Liebau selbst Künstler werden, er konnte damit aber nicht genug Geld verdienen. Also machte er ein Studium zum Kunsterzieher und arbeitete danach als Kunstlehrer an Schulen – wobei er nebenbei immer selber weiter malte. Schließlich eröffnete er eine Galerie. Und auch wenn er nun schon seit 22 Jahren Galerist ist, arbeitet er dort Tag für Tag gerne.

Die großen Räume der Galerie bieten viel Platz. An den Wänden hängen zahlreiche Bilder an Metallseilen herab. Manche von ihnen sind klein, andere groß, einige sind sogar größer als der Galerist selbst! Da sie von verschiedenen Künstlern sind, zeigen sie verschiedene Stile und Motive – teils haben sie helle, teils dunkle, mal grelle und mal blasse Farben.

Als Galerist sei er so etwas wie der Manager für einen Künstler, sagt Günter Liebau. Er kümmert sich nicht nur darum, dass die Kunstwerke von vielen Menschen gesehen werden, sondern er versucht auch, möglichst viele Kunstwerke zu verkaufen.

Das ist nicht immer einfach, weil Bilder und Skulpturen oft teuer sind. Es gibt nicht so viele Menschen, die dafür Geld bezahlen. Deswegen macht Günter Liebau immer wieder Werbung. „Wir machen Anzeigen und teilweise auch Plakate und wenden uns an die Zeitungen, damit diese berichten“, erzählt er. Außerdem fährt er auf Kunstmessen, wo er Leute trifft, die sich für Kunst interessieren.

Die Kunstwerke, die Günter Liebau in seiner Galerie zeigt, hängen immer ein paar Wochen lang. Er bereitet die Ausstellungen vor und betreut sie dann auch. Zu bestimmten Zeiten ist die Galerie geöffnet und Menschen können kommen, um die Bilder und Skulpturen zu sehen.

Zu Beginn einer neuen Ausstellung organisiert er außerdem eine feierliche Eröffnung, die Vernissage (gesprochen: wernißasch). Dabei zeigt Günter Liebau die Kunstwerke und erklärt, was es mit ihnen auf sich hat. Werden sie verkauft, bringt er sie später zum Käufer. Das Geld wird geteilt: Einen Teil bekommt er als Galerist, einen Teil der Künstler.

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