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Eine Schule in Laos

19.11.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Dorf Sikeud in Laos gibt es eine besondere Schule. Laos ist ein Land in Südostasien. Viele Menschen dort sind sehr arm. Es gibt oft kein sauberes Trinkwasser, nicht genügend Krankenhäuser.

Die Kinder an einer Schule in Laos putzen gemeinsam die Zähne.  Foto: Christiane Oelrich
Die Kinder an einer Schule in Laos putzen gemeinsam die Zähne. Foto: Christiane Oelrich

In dem Land war Gerlinde Engel viel unterwegs. Sie ist eigentlich aus Deutschland. Doch sie hat in Stofffabriken in China und Laos gearbeitet.

Eines Tages sah sie die Schule in Sikeud: eine Bretterbude mit Wellblechdach. Die Kinder zwängten sich auf viel zu enge Bänke und mussten Schirme aufspannen, weil es hineinregnete.

Doch Gerlinde Engel findet: „Jedes Kind, egal wo auf der Welt, hat Anrecht auf vernünftige Ausbildung.“

Also organisierte die Rentnerin mithilfe einer Stiftung Geld aus Deutschland. Damit kaufte man Dinge, um ein neues Gebäude für die Schule zu bauen – mit Schulhof und Sportplatz.

Und sie besorgten Möbel und Schulbücher, eben alles, was man an einer Schule braucht. Und weil sie sich ja mit Stoffen auskennt, nähte Gerlinde Engel für die ersten Schüler Schuluniformen und Schultaschen.

Heute gehen auf die Grund- und Mittelschule in Sikeud mehr als 1000 Kinder. Es gibt auch Sportunterricht und Bastelstunden.

Und neben dem normalen Unterricht lernen die Kinder dort auch ganz alltägliche Dinge – wie zum Beispiel Zähneputzen. Dazu stellen sie sich mit Zahnbürste und Becher auf dem Rasen auf.

Und eine Lehrerin ruft: „Ordentlich schrubben, oben und unten, innen auch!“

Die Schule in Sikeud gehört heute zu den besten des Landes – wenn man die Ergebnisse der Abschlussprüfungen miteinander vergleicht.

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