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Ein Traum von zwölf Sekunden

27.09.2014 00:00, Von Silke Fokken — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sie landeten immer wieder auf der Nase: Die Brüder Wright wollten unbedingt das Fliegen erfinden und mussten dabei oft Niederlagen einstecken. Aber sie gaben nicht auf.

(dpa) Die Idee setzte sich in ihrem Kopf fest. Und dort wollte sie nicht mehr verschwinden. „Wir wollen fliegen!“ Das nahmen sich die beiden Brüder Wilbur und Orville Wright aus den USA fest vor. „Und zwar als sie noch Kinder waren“, erzählt die Expertin Sarahanne Blake. Das sei rund 120 Jahre her. Damals klang die Idee, dass Menschen fliegen könnten, noch ziemlich verrückt.

Flugzeuge mit Motor

Flugzeuge mit Motor, die aus eigener Kraft starten und landen konnten, waren noch nicht erfunden. Aber Orville und Wilbur wollten genau das ändern. Sie verschlangen Bücher zu dem Thema und beobachteten Vögel. Sie verfolgten gespannt die Experimente anderer Menschen, die damals an Fluggeräten tüftelten.

Das zeigte ihnen allerdings auch, wie gefährlich die Sache war. Der Deutsche Otto Lilienthal stürzte im Jahr 1896 mit seinem Gleitflieger ab und starb. Orville und Wilbur versetzte das Ereignis einen herben Schlag. „Aber aufgeben wollten sie trotzdem nicht“, sagt die Expertin.

Kitty Hawk

Die beiden Brüder bauten einen Doppeldecker-Gleiter. Den brachten sie an einen Ort im Osten der USA, nahe dem Städtchen Kitty Hawk. Dort waren die Winde besonders stark und gut für ihr Vorhaben geeignet. Mehrere Wochen machten Wilbur und Orville viele Flugversuche an der Küste, zuerst noch unbemannt.

Ein Jahr später kamen sie an den Ort zurück – mit einem neuen, größeren Gleiter. Die Flugversuche liefen aber nicht gut. „Die Brüder waren frustriert und enttäuscht“, sagt Sarahanne Blake. Wilbur soll sogar zu seinem Bruder gesagt haben: „Die Menschen werden in 1000 Jahren nicht fliegen.“ Doch die Schwester Katharine habe den beiden wieder Mut gemacht. Wilbur und Orville experimentierten weiter.

Segelflieger

Sie bauten einen Segelflieger. Das ist ein Flugzeug ohne Motor. Mehr als 1000 Mal schleppten sie das schwere Gerät einen großen Hügel in Kitty Hawk hinauf und segelten herunter.

Immer wieder klappte irgendetwas nicht richtig. Die Brüder mussten nachbessern. Aber schließlich hatten sie ein Flugzeug entwickelt, mit dem sie recht sicher durch die Luft gleiten konnten. Allerdings noch ohne Motor und Propeller. Einen starken Motor zu entwickeln, der wenig wiegt, war eine besondere Herausforderung.

Am 17. Dezember 1903 war es schließlich so weit: Die Brüder waren bereit abzuheben. Für zwölf Sekunden flog Orville über den Boden, etwa drei Meter hoch und mehr als 36 Meter weit! Sein Bruder Wilbur schaffte später am gleichen Tag sogar eine Strecke von etwa 260 Metern.

Ob die beiden Brüder wirklich die ersten waren, die mit einem motorisierten Flugzeug flogen, ist bis heute umstritten. Aber sie hatten ihr lang ersehntes Ziel erreicht.

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