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Ein Storch fliegt selten allein

09.09.2020 05:30, Von Stefanie Paul — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Schon bald machen sich die imposanten Zugvögel wieder in Richtung Süden auf

Sie sind groß, ihr Gefieder ist schwarz-weiß und ihr Schnabel knallrot. Na klar, hier geht es um Störche. Die Tiere sind auf dem Weg in ihr Winterquartier. Dabei stellen sie sich nicht alle geschickt an.

Gerade kann man wieder viele Störche am Himmel beobachten. Sie fliegen in den Süden.  Foto: Boris Roessler/dpa
Gerade kann man wieder viele Störche am Himmel beobachten. Sie fliegen in den Süden. Foto: Boris Roessler/dpa

RADOLFZELL. Auf einigen Wiesen kann man sie noch beobachten. Doch so langsam machen sich auch die letzten Störche auf den Weg. Sie ziehen Richtung Süden in ihr Winterquartier. Manche Störche fliegen nur bis nach Spanien und überwintern dort. Dabei bleiben einige sogar auf Müllhalden, wo sie genug zu fressen finden.

Störche fliegen viele Tausend Kilometer

Andere Störche fliegen dagegen viele Tausend Kilometer weit, bis nach Mali oder Südafrika. Forscher wie Andrea Flack beobachten dabei genau, was die Tiere machen.

Andrea Flack arbeitet in Radolfzell in Baden-Württemberg. Dort beschäftigen sich die Forscher viel mit den Wanderbewegungen von Tieren, speziell mit dem Zug der Störche. Die Fachfrau erzählt: Störche ziehen niemals allein. „Sie sammeln sich in Trupps von etwa zehn bis 15 Tieren“, erklärt Andrea Flack.

Unterwegs können diese Trupps dann auf bis zu 10 000 Tiere anwachsen. „Das kann man zum Beispiel an der Straße von Gibraltar in Spanien beobachten. Das ist ein wichtiger Treffpunkt für die Störche“, erklärt die Forscherin. Die Straße von Gibraltar ist eine Verbindung zwischen dem Mittelmeer und dem Atlantik. Die jungen Störche brechen normalerweise Mitte August zu ihrer Reise auf. „Die Eltern fliegen dagegen erst etwa eine Woche später los“, verrät die Expertin. Mithilfe von kleinen Sendern können Andrea Flack und ihre Kollegen die Flugrouten der Tiere verfolgen. Und sie sehen auch, wie gut ein Storch fliegt. Da gibt es nämlich Unterschiede.

Manche Tiere können den Wind super nutzen, sie gleiten lange durch die Luft und kommen mit weniger Flügelschlägen aus. Forscher haben beobachtet, dass diese Störche längere Strecken zurücklegen und weiter Richtung Süden ziehen. Andere Störche müssen dagegen öfter mit den Flügeln schlagen. Das kostet Kraft und Energie. Daher hinken diese Tiere in der Gruppe oft etwas hinterher. „Die schlechteren Flieger bleiben dann irgendwann zurück, sie legen eine Pause ein und schließen sich dann einem anderen Trupp an“, erklärt Andrea Flack. Diese Störche ziehen dann meist auch nicht ganz so weit in den Süden.

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