Paulas Nachrichten

Ein starkes Team: Helena und Oma

19.01.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Alte Leute sind oft ein bisschen seltsam, sagen manche Kinder. Wir waren als junge Leute viel besser, behaupten einige alte Leute. Helena und ihre Oma zeigen, wie es besser klappt, miteinander klarzukommen.

Helena ist acht Jahre alt. Sie hat eine Oma. Die ist 71 Jahre. Ganz schön alt, findet Helena, die in die dritte Klasse geht. Oma kann ziemlich vergesslich sein, meint Helena. Erst letzte Woche hat sie wieder ihre Brille gesucht. Und wo war die Brille? Natürlich da, wo sie immer ist: auf ihrem Bücherregal.

„Oma ist eben schon alt und deshalb manchmal ein bisschen komisch“, sagt die Achtjährige.

Nicht mehr so gut hören oder nicht mehr die Straße entlangsprinten zu können: Das ist völlig normal und gehört eben zum Älterwerden dazu. Auch Helenas Oma geht langsamer. Die Enkelin muss dann immer wieder stehenbleiben und warten. Ihre Oma lacht: „Na ja, Helena, dafür trödelst du aber auch oft herum und dann muss ich warten.“ Helena nickt und gibt Oma ein Küsschen.

Sie hat sie sehr lieb und ihre Oma bringt ihr auch tolle Sachen bei. Zum Beispiel richtig schöne Bilder malen.

Oma wollte früher nämlich gern Modezeichnerin werden. „Und mir bringt es auch viel Spaß, mit dir zu malen, weil du so viel Fantasie hast“, sagt Oma. Sie heißt übrigens Gisela.

Oft sehen sich Helena und ihre Großmutter Fotos von früher an. Im Album steht neben einem Foto geschrieben: Gisela mit ihrem neuen Puppenwagen.

Zu sehen ist ein Mädchen mit langen schwarzen Zöpfen. „Das warst du, Omi?“, staunt Helena. Es kommt ihr seltsam vor, dass ihre Großmutter auch einmal ein Kind war.

Und Helena kann sich kaum vorstellen, dass sie selbst einmal alt und vielleicht ein bisschen anders sein wird. „Aber irgendwann eine Oma sein, so wie meine eigene Oma – das will ich ganz bestimmt“, sagt Helena.

Helena und ihre Oma Gisela verbringen viel Zeit miteinander. Foto: Michaela Freund-Widder

Paulas Nachrichten