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Ein Sommer voller Wespen

08.08.2022 05:30, Von Sophie Brössler — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wespen sind klein, schnell und fliegen wie wild um uns herum. In diesem Jahr geht es den schwarz-gelben Insekten richtig gut. Das hat vor allem mit dem Wetter zu tun.

An Obst sieht man Wespen häufiger.  Foto: Julian Stratenschulte/dpa/dpa-tmn
An Obst sieht man Wespen häufiger. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/dpa-tmn

Das Eis steht auf dem Tisch – und zack, sind auch die ersten Wespen da. Vielleicht hast du die schwarz-gelben Insekten dieses Jahr auch schon herumschwirren sehen. Denn: Die Bedingungen für die Tiere sind in diesem Sommer super. „Es ist auf jeden Fall ein gutes Jahr für Wespen“, erklärt eine Biologin. Doch warum ist das so?

Wespen lieben es warm und trocken

Der Grund dafür ist das gute Wetter. „Bisher war es in diesem Jahr schön warm und trocken“, sagt die Expertin. „Das lieben die Wespen.“ So können sie jede Menge morsches Holz sammeln. Das trockene Baumaterial brauchen sie für ihre Nester, erklärt die Insekten-Expertin. Am liebsten bauen die Wespen die Nester an versteckten, dunklen Orten. Das kann zum Beispiel in einem verlassenen Mauseloch oder auf dem Dachboden sein. Die Nester sehen oft aus wie große, braune Ballone aus Papier.

Weil es gerade so wenig regnet, können die Wespen auch eifrig auf Nahrungssuche gehen. Zu ihren Lieblingsspeisen gehören süßes Obst und Blütennektar. Für den Nektar fliegen sie von Blüte zu Blüte und helfen so bei der Bestäubung. Das bedeutet: Die Wespen helfen dabei, dass Pflanzen sich vermehren und Früchte bilden. Außerdem schützen uns die Wespen vor Schädlingen: Für den Nachwuchs sammeln sie Blattläuse, kleine Fliegen und Mücken. Aber auch für unser Essen kommen die Wespen gerne an den Esstisch. Zwei Wespenarten sind besonders aufdringlich: die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe. Vor ihnen müsse man sich aber nicht fürchten, erklärt die Biologin. „Wespen sind nicht von sich aus aggressiv.“ Die Tiere können es aber überhaupt nicht leiden, wenn man sie anpustet oder hektisch mit den Armen fuchtelt. Dann werden sie angriffslustig und können zustechen. Das kann sehr wehtun. Die Expertin rät deshalb: Wenn man eine Wespe sieht, sollte man ganz ruhig bleiben. „Ich selbst mache langsame Handbewegungen, um die Wespen vom Tisch wegzuleiten“, erklärt sie. Mit Wasser aus einer Sprühflasche kann man die Tiere auch vertreiben.

Im Herbst geht die Zeit der Wespen wieder zu Ende. Zwischen August und Oktober stirbt der Wespenstaat ab. Die Expertin erklärt: Nur die Jungköniginnen überleben und suchen sich einen Unterschlupf für den Winter.

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