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Ein See aus Plastik

10.04.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Viele Freiwillige wollen den Müll jetzt wegräumen

Der Uru-Uru-See in Bolivien ist stark verschmutzt.  Foto: Radoslaw Czajkowski/dpa
Der Uru-Uru-See in Bolivien ist stark verschmutzt. Foto: Radoslaw Czajkowski/dpa

ORURO (dpa). Müll, wohin das Auge reicht. Leere Plastikflaschen bedecken einen großen Teil des Sees. Gebrauchte Windeln, Schuhe, Reifen, altes Spielzeug, der Anblick ist eklig. Und er macht traurig. Denn früher war der Uru-Uru-See in dem Land Bolivien in Südamerika ein Naturparadies. Rosa Flamingos wateten dort durchs Wasser.

Doch jetzt leidet der See schon länger unter der Verschmutzung. Zudem trocknet er mehr und mehr aus. Zu dem ganzen Müll kommen noch giftige Stoffe, die in den See geschwemmt werden.

Die Giftstoffe stammen unter anderem von kleinen Bergbau-Unternehmen und von Fabriken in der Stadt Oruro. Die liegt nördlich des Sees. Auch große Mengen des Abfalls kommen aus der Stadt über Zuflüsse in den See.

Der verschmutzte Teil des Sees soll gesäubert werden. In dieser Woche machten viele Freiwillige bei einer Aufräum-Aktion mit. Bis der ganze Müll weg ist, wird es aber wohl noch einige Zeit dauern.

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