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Ein Schiff voller Tiere

11.09.2020 05:30, Von David Hutzler — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Alle Tierarten sollten erhalten bleiben – auch eklige, gefährliche oder wenig niedliche Tiere

Die Geschichte der Arche Noah kennen viele: Weil es eine große Flut gab, mussten sich viele Tiere auf ein Schiff retten. In einem neuen Film geht es um das Leben an Bord und komische Tiere!

„Land in Sicht!“: Die Tiere sind schon länger auf der Arche unterwegs. Foto: Ulysses Films, Fabrique d’Images and Motion Films/dpa
„Land in Sicht!“: Die Tiere sind schon länger auf der Arche unterwegs. Foto: Ulysses Films, Fabrique d’Images and Motion Films/dpa

BERLIN. Diese Wesen fallen auf. Sie sind bunt und etwas tollpatschig. Außerdem verströmen sie ein blaues, stinkendes Gas, wenn sie Angst haben. Nestrier heißen die Tiere. In echt gibt es sie nicht, aber dafür in dem Animationsfilm „Ooops! 2 – Land in Sicht“.

Der Nestrier Dave ist in dem Film Koch auf einem Schiff. Es ist aber kein gewöhnliches Schiff, sondern die Arche Noah. Die dümpelt in dem Film schon seit einiger Zeit übers Meer. An Bord sind jede Menge echte und ausgedachte Tiere.

Dafür, dass die Tiere in dem Film auch sprechen können, haben Schauspieler und Schauspielerinnen gesorgt. Sie haben die Stimmen der Tiere eingesprochen. Christian Ulmen spricht zum Beispiel den kochenden Nestrier Dave. Vor ein paar Jahren gab es schon einen ersten Film mit Dave und den anderen.

Von der Geschichte der Arche hast du bestimmt schon mal gehört. Sie besagt, dass vor vielen Jahren eine große Flut die Erde überschwemmt hat. Nur zwei Tiere pro Art wurden auf einer Arche gerettet. Gebaut hat sie ein Mann namens Noah. Darum heißt das Schiff Arche Noah.

In der Bibel heißt es, dass Gott die Flut erschuf, weil die Menschen böse waren. Die Geschichte im Film ist aber nicht die gleiche. „Es geht nicht um Bestrafung, Schuld und Sühne, sondern um ein Naturereignis und darum, wie man wohl mit dem Weltuntergang umgeht“, sagte Christian Ulmen den „dpa-Nachrichten für Kinder“.

Bestrafung sei aber auch nicht das entscheidende Thema in der Bibel-Geschichte, meint ein Religions-Experte. „Die Schauergeschichte hat kein Interesse, einen strafenden Gott zu zeigen“, meint er. Stattdessen könnten die Menschen Vertrauen gewinnen. Er sieht die Geschichte so: Obwohl Menschen böse sein können, gibt Gott sie und die Tiere nicht auf. Noch etwas kann man aus der Geschichte der Arche lernen, sagt der Experte: „Alle Tierarten sollen erhalten bleiben – auch eklige, gefährliche oder wenig niedliche Tiere.“

Christian Ulmen mochte seine Rolle als Nestrier sehr gerne. Denn sie wollen immer das Gute, sagt er. „Bloß oft steht ihnen ihre Dösbaddeligkeit im Weg.“Damit ist gemeint, dass sie sich manchmal etwas doof anstellen. Das passe auch ein bisschen zu ihm selbst.

Außerdem merken Nestrier erst sehr spät, dass sie auch unter Wasser leben können. Das passt doch eigentlich für uns alle ganz gut, sagt Christian Ulmen: „Dass es nie zu spät ist, herauszufinden, wer wir eigentlich sind und was wir noch so alles können.“

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