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Ein Schiff liegt im Weg

25.03.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Suezkanal wurde die geschickte Abkürzung blockiert

Diese Abkürzung spart gleich Tausende Kilometer Weg: Deshalb ist der Suezkanal enorm wichtig für den Handel mit Waren auf der ganzen Welt. Doch nun gab es einen Stau. Ein Schiff steckte mitten im Kanal fest!

Ein Bagger versucht, das vordere Ende des Containerschiffs Ever Given zu befreien, nachdem es im südlichen Ende des Suezkanals auf Grund gelaufen ist und den Schiffsverkehr in beide Richtungen blockiert. Foto: -/Suez Canal Authority via Egyptian Cabinet Facebook Page
Ein Bagger versucht, das vordere Ende des Containerschiffs Ever Given zu befreien, nachdem es im südlichen Ende des Suezkanals auf Grund gelaufen ist und den Schiffsverkehr in beide Richtungen blockiert. Foto: -/Suez Canal Authority via Egyptian Cabinet Facebook Page

(dpa) Super, eine Abkürzung! Ein kürzerer Weg spart Zeit. Darüber freuen sich Leute oft. Umso ärgerlicher ist es, wenn ein Weg blockiert ist. Genau das ist aber gerade bei einer extrem wichtigen Abkürzung der Fall. Gemeint ist der Suezkanal im Land Ägypten. Die Wasserstraße verbindet Europa und Asien und erspart Schiffen Tausende Kilometer Umweg! Bevor der Kanal gebaut wurde, mussten alle rund um Afrika fahren.

Nun aber ist in der Nacht zu Mittwoch mitten im Kanal ein Frachtschiff auf Grund gelaufen. Denn ein Sandsturm hatte wohl die Sicht vernebelt. Das Schiff versperrt den Weg für viele andere Schiffe. Es bildete sich schnell ein richtiger Stau! Der macht Menschen nicht nur dort, sondern an vielen Orten der Welt nervös.

Christian Denso weiß warum. Er arbeitet für den Verband Deutscher Reeder, also Besitzer von Schiffen. Der Suezkanal sei eine extrem wichtige Wasserstraße für den Transport von Waren weltweit. „Da fährt alles durch“, erklärt er. Beinah der gesamte Schiffsverkehr im Handel zwischen Europa und Asien führt über diesen Weg. „Es gibt nichts, was dort nicht transportiert wird!“, sagt der Experte. Schwimmende Lagerhäuser nennt er deshalb die großen Containerschiffe mit Unmengen Dingen an Bord. Genau darin liege aber das Problem, erklärt er. Die Produkte dürfen nicht einfach etwas später ankommen. Denn etwa in Fabriken sind die Liefer-Zeitpunkte genau geplant. Ein Beispiel wäre etwa: „Eine Firma baut Autos. Die Türen bekommt sie aus Asien. Wenn die nicht pünktlich da sind, kann das Auto nicht weitergebaut werden. Dafür stapeln sich vielleicht stattdessen die Reifen in der Fabrik.“

Zudem transportieren viele Tanker Erdöl durch den Suezkanal. Dieser Rohstoff wird überall gebraucht. Aus Erdöl wird Energie gewonnen, wie etwa Benzin. Außerdem werden viele Produkte daraus hergestellt.

Deshalb hatten es die Behörden in Ägypten am Mittwoch sehr eilig damit, den Suezkanal wieder frei zu machen. Acht Schlepperboote wurden geschickt, um das Schiff zu befreien.

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