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Ein Medikament entsteht

10.11.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Tabletten, Tropfen, Salben oder Sprays: Es gibt Tausende Medikamente gegen Krankheiten. Aber wie entsteht so eine Arznei? Das ist ein sehr langer Weg . . .

Wenn wir krank sind, helfen oft Medikamente. Manche Menschen nehmen bestimmte Arzneien lange Zeit oder sogar für immer. Zum Beispiel Leute, die die Krankheit Diabetes 2 haben. Bei ihnen reagieren die Zellen im Körper nicht mehr richtig auf einen wichtigen Stoff: das Hormon Insulin. Es hilft den Zellen, Zucker aus unserer Nahrung aufzunehmen. Zellen sind die kleinsten Bausteine im Körper. Medikamente können diesen Leuten helfen.

Wenn Forscher einer Firma ein Medikament entwickeln, fragen sie sich am Anfang zum Beispiel: Was für ein Stoff könnte dafür sorgen, dass das Hormon Insulin wieder besser wirkt? Und sie untersuchen, wo im Körper so ein Mittel wirken soll. Das können bei Diabetes 2 die Zellen sein. Denn die sollen wieder besser auf Insulin reagieren. Dann prüfen die Forscher verschiedene Stoffe darauf, ob sie an den Zellen ankommen.

Dabei helfen auch Computer. Diese berechnen zum Beispiel, ob ein Stoff an den Zellen andocken kann. Und wie die Zellen wohl auf dieses Mittel reagieren. Die Wirkstoffe, die besonders gut passen, werden dann noch im Labor getestet. Man gibt sie zu solchen Zellen und guckt, was passiert.

Nun überlegen Forscher, in welcher Form der Wirkstoff am besten hilft: als Tablette, Spray, Spritze oder etwa als Salbe. Bei Diabetes 2 sind Tabletten gut: Die werden im Magen aufgelöst. Und der Wirkstoff wird mit dem Blut verteilt. Haben Forscher eine Tablette entwickelt, geht die Arbeit weiter: Dieses Mittel wird nun getestet: zuerst an Tieren und später an wenigen Menschen. Dabei schauen die Forscher genau, ob das Medikament dem Körper schadet.

Die nächsten Tests sollen prüfen, ob es den Leuten auch tatsächlich hilft. Oft zeigt sich, dass ein Mittel doch nicht richtig taugt. Zum Beispiel weil der Körper es nicht richtig aufnehmen kann. Oder weil viele Leute es nicht vertragen. Vielleicht wird ihnen schwindlig oder sie kriegen Kopfschmerzen. Dann muss man ein anderes Mittel ausprobieren.

Nach und nach testen Forscher so ein Medikament an Tausenden Leuten. Auch dann schauen sie, ob es hilft und ob die Leute es gut vertragen. Diese Tests dauern mehrere Jahre. Alle Ergebnisse werden genau notiert. Die Firma schickt die Ergebnisse dann an eine Behörde. Die prüft die Unterlagen genau.

Ist alles in Ordnung, darf das Medikament verkauft werden. Erst dann dürfen Ärzte es verschreiben.

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