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Ein Land ohne Soldaten

15.12.2018 00:00, Von Doreen Garud — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Auf der Insel im Norden Europas gibt es wenig Leute und viel Platz

Die meisten Länder auf der Welt haben große Armeen. Doch das gilt nicht für Island, eine Insel im Norden Europas. Um sich zu wehren, nutzten die Isländer andere Mittel.

Auf Island findet man viele Hügel mit Gras. Dort leben sogar auch noch wilde Pferde.  Foto: Maren Martell
Auf Island findet man viele Hügel mit Gras. Dort leben sogar auch noch wilde Pferde. Foto: Maren Martell

Ritter Wagemut nimmt es mit allen auf. Er kämpft gegen feuerspeiende Drachen, Gespenster, Tiere und andere Menschen. In Städten, Dörfern, in den Bergen und auf dem Wasser. Er ist unbesiegbar.

Schlittschuhfahrer auf einem Teich in Reykjavík. Island ist eine ziemlich friedliche Insel.  Foto: Ragnar Th. Sigurdsson
Schlittschuhfahrer auf einem Teich in Reykjavík. Island ist eine ziemlich friedliche Insel. Foto: Ragnar Th. Sigurdsson

Doch irgendwann gibt es niemanden mehr zu besiegen. Da merkt der Ritter, dass er sehr einsam ist.

Die Geschichte von Ritter Wagemut nimmt aber ein gutes Ende. Denn in dem Buch erscheint plötzlich das liebevolle Mädchen Nála.

Das Schwert wird zur Sticknadel

Sie denkt, das Schwert des Ritters sei eine Sticknadel. Und damit stickt sie lauter neue Dinge, etwa Schmetterlinge und Vögel und Kinder. Da stellt der Ritter fest: Es ist viel schöner, etwas Neues zu erschaffen, als etwas zu zerstören.

Das Buch über Nála und den Ritter Wagemut kommt aus Island. Das ist eine große Insel ganz im Norden von Europa. Ein wichtiger Vertreter des Landes sagt, dass das Buch gut zur Geschichte seines Landes passe. Denn die Isländer haben sich 600 Jahre lang gegen Dänen und Norweger gewehrt, die ihre Insel in Besitz genommen hatten. Dabei kam es aber nicht zu einem großen Krieg.

Kultur und Sprache bewahren

„Wir kämpften mit unserer Sprache und Geschichte“, sagt der Botschafter Martin Eyjólfsson.

Die gemeinsame Kultur habe die Isländer zusammengeschweißt, sagt der Botschafter. Sie erzählten sich immer wieder ihre alten Sagen und sprachen weiter ihre eigene Sprache.

Die Isländer ließen sich von den Eroberern nichts aufzwängen und ließen sich nicht regieren. „Wir wehrten uns ohne Soldaten“.

Seit 100 Jahren ist Island ein eigener Staat, hat aber keine Soldaten

Vor 100 Jahren wurde Island unabhängig. Auch danach gründeten die Isländer keine Armee, wie das die meisten anderen Länder haben. Bis heute gibt es keine isländischen Soldaten. „Das ist kein Zufall“, sagt Carsten Wilms. Er ist Experte für die Länder im Norden von Europa, also von Skandinavien. Er meint, dass Isländer sich besonders für den Frieden einsetzen. „Island versucht überall auf der Welt, Frieden zu stiften.“

Der Botschafter findet es toll, dass im Buch von Nála eine Waffe für etwas Gutes genutzt wird. Er findet: Wenn die anderen Länder auf der Welt sich daran ein Beispiel nehmen würden, ginge es friedlicher zu. In Island kann man den Frieden sogar sehen: in Form eines Friedensturms. Er besteht nur aus Licht, das unglaublich hoch in den Himmel strahlt.

Die Erfinderin Yoko Ono sagte bei der Eröffnung des Turms: „Dieses Licht ist das Licht der Weisheit, Heilung und Stärkung.“ Der Friedensturm sei ein Geschenk von ihr und den Isländern für die ganze Welt.

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NEUSS (dpa). Wo ist bloß das Handy versteckt? Der zottelige Hund Ali Baba weiß es! Seine Nase führt ihn hin: Er schnüffelt auf dem Sofa, im Bücherregal und in Blumentöpfen. Bis er das Handy gefunden hat.

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