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Ein Gericht muss entscheiden

18.06.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Viele Polizisten waren wegen einem Prozess im Einsatz

An einem Gericht in der Stadt Frankfurt ging am Dienstag ein Prozess los. Es geht um zwei Männer, die einen Politiker getötet haben, weil dieser sich um Flüchtlinge kümmerte.

Sehr viele Polizistinnen und Polizisten waren am Dienstag im Einsatz. Foto: Boris Roessler
Sehr viele Polizistinnen und Polizisten waren am Dienstag im Einsatz. Foto: Boris Roessler

FRANKFURT/MAIN (dpa). Reporter und Reporterinnen hatten sich unter Regenschirmen zusammengekauert. Jemand hielt sich mit einem Schlafsack warm. Denn manche der Reporter waren schon die ganze Nacht hier und warteten vor dem Gericht in der Stadt Frankfurt. Sie hatten sich früh angestellt und hofften einen Platz im Gerichtssaal zu bekommen. Denn dort begann am Dienstag ein wichtiger Prozess.

Dass dieser Prozess eine besondere Bedeutung hat, merkte man nicht nur an den Reportern. Es waren auch sehr, sehr viele Polizisten im Einsatz. Sie sicherten das Gericht und die Straßen drum herum. Auch Demonstranten standen vor der Tür. Sie hielten Schilder hoch und protestierten gegen rechte Gewalt. Denn darum geht es in dem Prozess.

Angeklagt sind zwei Männer. Sie sollen im vergangenen Jahr einen Politiker der Stadt Kassel getötet haben. Der Politiker hieß Walter Lübcke. Doch warum taten die Männer das? Vorgeworfen wird ihnen, dass sie den Politiker umbrachten, weil die beiden rechtsextrem sind.

Wer rechtsextrem ist, ist zum Beispiel gegen einen Staat zu sein, in dem jeder Mensch gleich viel wert ist. Rechtsextreme denken, Deutsche seien besser und mehr wert als Menschen aus einigen anderen Ländern. Deshalb sind sie auch dagegen, Flüchtlinge in Deutschland aufzunehmen. Der Politiker Walter Lübcke aber setzte sich für Flüchtlinge ein.

Manche rechtsextremen Menschen wollen ihre Ideen mit Gewalt durchsetzen. Sie greifen zum Beispiel Flüchtlinge an oder die Menschen, die ihnen helfen. Ob die Männer Walter Lübcke deshalb töteten, muss das Gericht nun herausfinden. Der Prozess soll bis Ende Oktober gehen.

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