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Ein ganz besonderer Klang: Celina spielt Klarinette

09.03.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Spielst du ein Instrument? Klavier, Gitarre oder Flöte vielleicht? Die elfjährige Celina hat sich für die Klarinette entschieden. Dafür braucht sie viiiiel Puste . . .

Schwarz und silbern glänzt das Instrument in Celinas Händen. Das obere Ende hat sie zwischen Zähnen und Lippen eingeklemmt. Das untere reicht ihr bis zur Hüfte. Celinas Hände umgreifen das schwarze Rohr wie eine Flöte. Allerdings liegen ihre Finger nicht direkt auf den Löchern, sondern auf Klappen aus Metall. Dazwischen gibt es noch mehr Tasten und Hebel. Die führen wieder zu anderen Knöpfen. Es sieht alles sehr kompliziert aus!

Aber Celina grinst. Für sie ist das nicht schwierig. Nicht mehr. Immerhin spielt sie schon seit zweieinhalb Jahren Klarinette. „Ich fand das immer schon so toll, weil das einfach schön klingt“, sagt die elfjährige Musikschülerin. „Ich habe es auch mal bei einer Freundin versucht und das hat mir dann richtig Spaß gemacht.“

Heute spielt Celina im Unterricht Lieder von bekannten Komponisten wie Franz Schubert oder Wolfgang Amadeus Mozart. Aber bis dahin war es ein langer Weg. Denn Anfänger bekommen zunächst oft keinen richtigen Ton heraus. Das ist bei der Klarinette auch deutlich schwieriger als zum Beispiel bei einer Blockflöte, erklärt Celina: „Das Mundstück ist ganz anders. Du musst mit den oberen Schneidezähnen auf das Bissblatt oben am Mundstück beißen. Und unten musst du die Lippen ein bisschen anspannen, dass du da einen Ton rausbringst. Eine Flöte musst du ja bloß in den Mund stecken und pusten.“

Celina spielt heute jedenfalls hohe Töne, tiefe Töne, kurze und lange – und das ohne Probleme. Manchmal klingt ihr Instrument traurig, manchmal hell und fröhlich. Je nachdem, wie Celina in ihre Klarinette hineinpustet und was sie mit ihren Fingern dabei anstellt.

Immer wieder nimmt Celina den Bleistift zur Hand, um sich Notizen auf ihrem Notenblatt zu machen. Sie notiert sich zum Beispiel Griffe, die einen Wechsel zwischen den Noten vereinfachen. Oder sie markiert sinnvolle Atempausen. „Sonst hole ich immer an Stellen Luft, die eigentlich nicht so geeignet sind“, sagt sie. Celina übt leise zu spielen oder laut, langsam oder schnell. Dabei orientiert sie sich an Begriffen, die über den Noten auf dem Blatt stehen. Ritardando heißt zum Beispiel, dass sie am Ende des Stückes langsamer werden soll. Allegro bedeutet schnell und fröhlich, Adagio dagegen langsam und ruhig. Das ist dann auch für Celina manchmal noch etwas kompliziert. Aber sie lässt sich davon nicht entmutigen – und übt fleißig weiter.

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