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Ein Freunde-Album für Schüler: Zu Besuch bei „SchülerVZ“

25.03.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Es ist wie ein Freundebuch für Millionen Schüler. Ein einziges Buch für so viele Menschen? Ein so dickes Album gibt es natürlich nicht. Aber es gibt die Internetseite „SchülerVZ“, ein Netzwerk für Schüler. Dort können Mädchen und Jungen von der Klassenfahrt erzählen und zum Beispiel Fotos vom Fußballspielen oder vom Reiten zeigen. Und plaudern können sie mit ihren Freunden – also chatten.

SchülerVZ ist die Abkürzung von Schülerverzeichnis. Das Netzwerk gibt es seit ungefähr zwei Jahren. Die Macher arbeiten in einem großen roten Gebäude in Berlin. Aber was tun die Leute eigentlich dort den ganzen Tag? In riesigen Räumen sitzen die Mitarbeiter vor ihren Computern. Dort können sie hören und sehen, was die Leute im Internet so machen. „Das ist hier manchmal so emsig wie ein Bienenschwarm“, erklärt Philippe Gröschel. Computerexperten lösen technische Probleme, andere Mitarbeiter beschäftigen sich mit den Nachfragen der Nutzer. Die müssen mindestens zwölf Jahre alt sein. Was für die Nutzer nur ein paar Mausklicks sind, ist für die Macher ganz schön schwierig: Sie müssen eine Internetseite für 5 Millionen Nutzer am Laufen halten. Deshalb werden die Computerprogramme ständig ergänzt und verbessert. „Täglich bekommen wir bis zu 8000 Mails mit Fragen und Bitten“, sagt Gröschel. Die Leiterin von SchülerVZ, Nikola Paetzold, sitzt gerade auf einem knallroten Sofa und streichelt den Hund Mila. Der Jack-Russell-Terrier ist nicht das einzige Tier zwischen den Schreibtischen: Zwei Mäuse namens V und Z sind auch da. Es ist also Leben in der Bude. „Das ist uns wichtig“, sagt Nikola Paetzold. Dann nämlich bekommen die Mitarbeiter leichter ihre Ideen. Den neuen Chatroom nannten sie Plauderkasten. Und mit dem Sofa sind die SchülerVZ-Mitarbeiter im vergangenen Sommer durch Deutschland gereist. „Auf dem Sofa haben wir dann mit unseren Nutzern gesprochen, das kam gut an“, sagt sie. Manchmal hilft SchülerVZ auch im richtigen Leben – und nicht im Netz. „Als einem Mädchen ihr Fahrrad gestohlen wurde, bat sie uns, ein Foto von dem bunt bemalten Rad auf unserer Startseite zu zeigen“, erzählt Philippe Gröschel. „Ein anderer SchülerVZ-Nutzer hat es dann vor einem Supermarkt gesehen und die Polizei alarmiert.“ So bekam das Mädchen das Rad wieder.

(Internet: www.schuelervz.net)

(Quelle: Philippe Gröschel ist Jugendschutzbeauftragter des Unternehmens.)

Screenshot der Startseite von SchülerVZ. SchülerVZ ist ein Netzwerk, das speziell für Schüler ist. Man muss mindestens zwölf Jahre alt sein, um sich anzumelden.

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