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Ein bisschen Einkaufen ist erlaubt

22.04.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

In Deutschland werden gerade ein paar Regeln gelockert

Vier Wochen lang hatten die meisten Geschäfte geschlossen. Nun öffnen viele nach und nach wieder. Doch jedes Bundesland macht es ein bisschen anders. Ganz schön unübersichtlich! Und Ärger gibt es auch noch . . .

Ist die Ladenfläche nicht zu groß, dürfen jetzt auch Spielzeuggeschäfte wieder aufmachen.  Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
Ist die Ladenfläche nicht zu groß, dürfen jetzt auch Spielzeuggeschäfte wieder aufmachen. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

(dpa) Mal geht das Einkaufen nur mit Maske. Mal nur dann, wenn das Geschäft nicht zu groß ist. Es sei denn, das Geschäft verkauft Bücher. Oder Fahrräder. Oder Autos. Dann hat es auf jeden Fall geöffnet. Puh! Das alles klingt ziemlich kompliziert.

Generell gilt: In Deutschland werden gerade ein paar Regeln gelockert. Wer sich also seit Wochen darauf gefreut hat, wieder in den Geschäften einzukaufen, hat ab jetzt die Gelegenheit.

Die Regeln waren vor ungefähr vier Wochen zum Schutz vor dem neuen Coronavirus erlassen worden. Viele Geschäfte mussten deshalb schließen. Nun dürfen alle Geschäfte wieder öffnen, die weniger als 800 Quadratmeter groß sind. Zum Vergleich: Ein Fußballplatz wäre etwa neunmal so groß. Außerdem dürfen auch Buchläden, Autohäuser und Fahrradgeschäfte aufmachen, egal, wie viel Platz es dort gibt. Die Öffnungen haben die Chefs der Bundesländer mit der Kanzlerin Angela Merkel abgemacht. Allerdings gibt es Unterschiede, wie die Bundesländer die Abmachungen umsetzen. In Bayern etwa müssen die Menschen beim Einkaufen ab kommender Woche einen Schutz über Mund und Nase tragen. In Nordrhein-Westfalen sollen neben den kleineren Geschäften zum Beispiel auch Möbelhäuser öffnen dürfen.

Die unterschiedliche Umsetzung sorgt für Ärger

Die unterschiedliche Umsetzung sorgt für Ärger. So finden einige Politiker, dass ihre Kollegen aus anderen Bundesländern zu viele Dinge erlauben.

Auch Angela Merkel ist unzufrieden. Es sei nicht gut, dass über immer mehr Öffnungen geredet werde, sagte sie am Montag zu anderen Politikern. Sie mache sich größte Sorgen, dass sich bald wieder mehr Menschen mit dem Coronavirus anstecken. So könne sich die bisher gute Entwicklung bald umkehren. „Wir haben es noch nicht geschafft“, soll sie gesagt haben. Auch Fachleute warnen davor, leichtsinnig zu werden. Nach wie vor gilt deshalb: Man muss genug Abstand halten und darf nur zu zweit unterwegs sein oder mit Menschen, mit denen man zusammenwohnt.

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