Paulas Nachrichten

Edle Säulen umrunden eine Göttin

23.11.2019 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Er war einmal der größte Tempel der Welt. Und vielleicht sogar der schönste. Denn immerhin wollten die Leute in der Stadt Ephesos mit diesem Bauwerk die Götter beeindrucken. Besonders hatte es ihnen Artemis angetan. Dem Glauben der alten Griechen nach war sie die Göttin der Jagd sowie die Beschützerin der Frauen und Kinder. Dieser „Tempel der Artemis“ war gewaltig: Über 100 Meter soll er lang gewesen sein und etwa 60 Meter breit. Noch beeindruckender als seine Größe waren aber wohl die Säulen aus kostbarem Marmor rundherum: Mehr als 100 Stück sollen es gewesen sein. Kein Wunder also, dass dieses Heiligtum bald zu den „Sieben Weltwundern“ zählte. Die Statue der Göttin Artemis stand in der Mitte des Gebäudes. Blöderweise wurde der Tempel später dann angezündet, von einem Mann namens Herostratos. Er wollte mit der Tat berühmt werden. Der Tempel wurde aber wieder aufgebaut – und dieses Mal noch größer! Trotzdem ist von dem gigantischen Bau nur noch das Fundament zu sehen. Und eine einzige Säule! Denn es folgten weitere Zerstörungen. Auch von der Stadt Ephesos sind heute nur noch Ruinen übrig geblieben. Dabei war sie in der Antike eine große und bedeutende Hafenstadt. Mittlerweile findet man sie aber nicht mehr am Meer, sondern einige Kilometer landeinwärts. Denn der Verlauf der Küste hat sich in den vergangenen Jahrhunderten verändert. Wer Ephesos besuchen will, muss in die heutige Türkei reisen.

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