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Echt wahr: Leslie hat Schwein!

08.02.2013 00:00, Von Julia Lutzeyer — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Sau Whoopie ist vier Monate alt, schon stubenrein und hält Familie Eckert auf Trab

Leslie und ihr Schwein Whoopie  Foto: Lutzeyer
Leslie und ihr Schwein Whoopie Foto: Lutzeyer

Die schwierigste Hürde waren die Bedenken von Oliver Eckert. Das ist der Vater der achtjährigen Leslie und ihres vier Jahre älteren Bruders Sam. Und Herr Eckert wollte den Wunsch seiner Frau Claudia, ein Hausschwein zu haben, erst nicht erfüllen. Er verwies auf die Treppen in der Wohnung. Und er fragte sich, was man mit einem Hausschwein anstellt, wenn die Familie verreisen möchte.

Doch dann brachten ihn die Hausschwein-Befürworter dazu, einen Ausflug in eine Zoohandlung zu unternehmen. Und da war Whoopie, das amerikanische Minischwein. Das sah nicht nur niedlich aus, es hatte auch noch am gleichen Tag Geburtstag wie Claudia Eckert. Auch deswegen machte die Familie nach dem Besuch der Zoohandlung nach 20 Minuten Heimfahrt wieder kehrt. „Whoopie hatte eben auch mein Herz erobert“, erzählt Oliver Eckert und erinnert sich schmunzelnd an die Freudentränen im Auto. Und Leslies Klassenkameraden wollten es erst gar nicht glauben, als sie sagte: „Hurra, ich habe ein Hausschwein.“

Nun lebt die kleine Sau bei der Familie aus Stuttgart-Botnang. „Sie hat eine Mission, und die ist: fressen!“, sagt Leslie über ihr Haustier. Damit es nicht zu groß wird, bekommt sie vor allem zerkleinertes Obst, Gemüse und Joghurt. Claudia Eckert rät: „Es ist wichtig, sich die Eltern eines Hausschweins anzusehen, um abschätzen zu können, wie groß es wird.“ Whoopie dürfte später das Format eines Cockerspaniels haben.

Stubenrein ist die Sau bereits. „Wir haben ihr gleich am ersten Tag angewöhnt, das Katzenklo zu benutzen. Mit Breckies als Belohnung war das ganz einfach“, erzählt Leslie und zeigt in die Ecke. Dort steht Whoopies stilles Örtchen. Und auch ihr Schlaflager. „Süß ist, wenn sie sich mit ihrem Rüssel die Kissen so lange zurechtrückt, bis sie es bequem hat“, erzählt Sam.

„Wir haben ein Geschirr mit Leine, um mit Whoopie spazieren zu gehen“, erzählt Leslie. „Die Nachbarn finden es toll, und wer uns begegnet, muss lachen oder schmunzelt“, sagt Claudia Eckert. Eines aber ist anders: Eine normale Kleintierpraxis kann Whoopie, sollte sie einmal krank werden, nicht helfen. „Da ist ein Landtierarzt die bessere Wahl. Doch den muss man in Stuttgart schon suchen.“

Und was beachtet Leslie beim Umgang mit ihrem Hausschwein? „Bloß keine kleinen Gegenstände auf dem Boden rumliegen lassen. Seit Whoopie da ist, brauchen wir eigentlich keinen Staubsauger mehr.“

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