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Dulce de Leche – Nutella auf argentinisch

08.08.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hellbraun, cremig, süß: So kann man einen Lieblings-Brotaufstrich der Argentinier beschreiben. „Dulce de Leche“ schmieren Kinder in dem südamerikanischen Land auf fast alles, was man essen kann – sogar auf Bananen.

Argentinier schmieren sich Dulce de Leche zum Beispiel auf Kekse.  Foto: Lena Klimkeit
Argentinier schmieren sich Dulce de Leche zum Beispiel auf Kekse. Foto: Lena Klimkeit

Ein Frühstück ohne Nutella-Brot – das können sich manche Mädchen und Jungen in Deutschland gar nicht vorstellen. Den Argentiniern geht es genauso. Nur, dass Leute in dem Land in Südamerika nach einem anderen Brotaufstrich verrückt sind. Der heißt Dulce de Leche (gesprochen: dulze de letsche). Das heißt so viel wie „Süßes aus Milch“.

Dulce de Leche schmeckt ein bisschen wie ein Karamell-Bonbon. Aber irgendwie anders. Aussehen tut es jedenfalls wie Karamell: hellbraun und klebrig. Der Brotaufstrich wird aus gezuckerter Milch gemacht. Durch Hitze wird Zucker zu Karamell. Zusammen mit Milch verschmilzt er zu einer dickflüssigen Creme.

In argentinischen Supermärkten stapeln sich die verschiedensten Sorten der Süßigkeit im Regal. Es gibt Dulce de Leche mit mehr oder weniger Zucker, Dulce de Leche im Glas oder im Plastikbehälter, Dulce de Leche in Klein und in Groß. In manchen Behältern steckt sogar ein Kilogramm des Aufstrichs drin! Das ist praktisch, weil viele Argentinier Dulce de Leche auf alles schmieren, was sie in die Finger bekommen. Zum Beispiel auf Kekse, Brot und sogar auf Bananen. In den Bäckereien gibt es viele Leckereien mit Dulce de Leche. Kleine Hörnchen, die hier Medialunas heißen, sind oft dick bestrichen mit Dulce de Leche. Aber auch Torten und anderes Gebäck sind gefüllt mit der süßen Creme. Wenn sie wollten, könnten die Argentinier also morgens, mittags und abends Sachen mit Dulce de Leche essen. Denn natürlich gibt es auch Eis oder Pudding aus der Milchcreme.

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