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Doppelmotor, Marsch! - Was sind Hybridautos?

06.12.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jedes Auto hat einen Motor. Stopp, stimmt nicht! Manche Autos haben mehrere. Autos mit einem Hybrid-Antrieb zum Beispiel. Der Wortteil „Hybrid“ (gesprochen: Hübrid) kommt aus dem Lateinischen. Er bedeutet, dass etwas aus zwei Dingen kommt. In diesem Fall fährt das Auto mit zwei Motoren.

Ein Hybridauto hat einen Verbrennungsmotor und einen Elektromotor. Klingt umständlich, ist aber praktisch. Denn das Auto nutzt so die Vorteile der beiden Motoren: Ein Verbrennungsmotor ist robust und arbeitet verlässlich. Aber in ihm verpufft viel Energie zum Beispiel als Wärme. Und er pustet schädliche Abgase in die Luft. Das tut der Elektromotor nicht. Er läuft zudem sehr leise und gleichmäßig. Aber seine Batterie hält bei Weitem noch nicht so lange wie ein voller Benzintank.

Ein Hybridauto schaltet meist mal den einen, mal den anderen ein – oder beide zusammen. Welcher Motor gerade gefragt ist, richtet sich danach, wie schnell das Auto fährt. Denn eigentlich startet niemand morgens den Wagen, beschleunigt sofort auf Hochgeschwindigkeit und rast dann den ganzen Tag in diesem Tempo durch die Gegend. In der Stadt oder im Stau fährt man ziemlich langsam. Außerdem wird gebremst und überholt und so weiter . . .

Bei langsamer Fahrt kommt der Elektromotor zum Einsatz. Das bedeutet: weniger Lärm und Abgase. Bei gleichmäßiger schnellerer Strecken-Fahrt, etwa auf der Autobahn, übernimmt der Verbrennungsmotor. Tritt man zum Überholen ordentlich aufs Gaspedal, arbeiten beide zusammen.

Und beim Abbremsen oder am Berghang ist der Hybridantrieb sogar extrem schlau: Der Elektromotor kann blitzschnell „umgepolt“ werden – er wirkt dann wie ein Generator. Der erzeugt Strom, der die Batterien auflädt. Zudem bremst er das Auto ab. Ist der Abhang überwunden oder gibt der Fahrer wieder mehr Gas, wird der Generator wieder schnell „umgepolt“. Als Elektromotor kann er dann wieder Kraft liefern. Das lässt sich beliebig oft wiederholen.

Das klingt alles gut. Doch es gibt auch Nachteile: Hybridautos sind meist noch teuer herzustellen und schwerer als andere Autos. Ihre Batterien halten nicht so lange wie Motoren. Außerdem verschlingt die Herstellung eines Hybridautos auch deutlich mehr Energie als die eines herkömmlichen Wagens. Und ganz ohne schädliche Abgase fahren die Wagen eben auch nicht.

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