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Paula macht sich schlau zur Bundestagswahl: Direkt gewählt

18.09.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Am 26. September steht die Bundestagswahl an. Paula erklärt einige Begriffe dazu. Dieses Mal in Teil vier sind es zwei: Direktmandat und Überhangmandat

BERLIN. Die Kanzlerin Angela Merkel weiß genau, was ein Direktmandat ist. Schließlich hat sie es achtmal hintereinander bei Wahlen zum Deutschen Bundestag gewonnen!

Direktmandat bedeutet: Mehrere Kandidaten und Kandidatinnen treten in einer bestimmten Region an. Die wird Wahlkreis genannt. Wer dort die meisten Stimmen bekommt, hat einen Sitz im Parlament sicher.

Für Angela Merkel etwa hat das so viele Jahre im Wahlkreis Vorpommern-Rügen Greifswald 1 geklappt. Der Wahlkreis liegt im Nordosten von Deutschland. Nun tritt sie aber nicht mehr für die Partei CDU zur Wahl an. Dieses Direktmandat wird also auf jeden Fall an jemand Neues vergeben.

Insgesamt werden so 299 Politikerinnen oder Politiker in den Bundestag gewählt. Das ist dann ungefähr die Hälfte aller Abgeordneten im Parlament. Zwischen den Gewinnern von Direktmandaten besteht kein Unterschied zu den Abgeordneten, die über Listen der Parteien gewählt werden. Gemeinsam bilden sie den Bundestag.

Die Direktkandidaten werden also mit der sogenannten Erststimme gewählt. Mit der Zweitstimme wird aber festgelegt, wie viele Vertreter eine Partei überhaupt in den Bundestag schicken kann. Jetzt kann natürlich Folgendes passieren: Eine Partei gewinnt mehr Direktmandate, als ihr aufgrund der Zweitstimmen Mandate im Bundestag zustehen. Dann bekommt sie die entsprechende Zahl von Sitzen dazu. Das nennt man Überhangmandat. Damit dann das richtige durch die Zweitstimmen ermittelte Verhältnis beibehalten wird, gibt es noch mal einen Trick: Dafür bekommen die anderen Parteien sogenannte Ausgleichsmandate. Puh, das ist schon ganz schön kompliziert!

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