Schwerpunkte

Paulas Nachrichten

Diese Superhelden sind winzig klein

13.01.2021 05:30, Von Stefanie Paul — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bärtierchen können unter extremen Bedingungen überleben

Sie sind weder die schnellsten, noch die schönsten oder größten Tiere. Trotzdem sind Bärtierchen so etwas wie Superhelden! Sie haben besondere Fähigkeiten und können extreme Bedingungen überleben. Hier stellen sich die Winzlinge vor.

Ob hier wohl Bärtierchen leben? Sie sind so klein, dass man sie auf dem Foto nicht sehen könnte, doch sie mögen Moos.  Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/ZB
Ob hier wohl Bärtierchen leben? Sie sind so klein, dass man sie auf dem Foto nicht sehen könnte, doch sie mögen Moos. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/ZB

KÖLN. Man findet uns fast überall auf der Welt: im Meer zum Beispiel oder auch im Ozean, in vielen Tausend Metern Tiefe. Im tropischen Regenwald kann man uns finden, genauso wie auf den höchsten Gipfeln der Berge. Selbst in der klirrend kalten Antarktis kommen wir vor. Besonders gut gefällt es uns auch im Wald.

Dort tummeln wir uns gut versteckt in Mooskissen. Obwohl wir fast überall vorkommen, haben uns die meisten Menschen noch nie gesehen. Kein Wunder, wir Bärtierchen sind winzig klein. Meist sind wir nicht einmal einen Millimeter groß. Da braucht man schon eine gute Lupe. Oder noch besser: ein Mikroskop!

Unser wissenschaftlicher Name lautet „Tardigrada“. Das ist Latein und heißt übersetzt so viel wie Langsamschreiter. Zu den schnellsten Tiere gehören wir tatsächlich nicht, trotz unserer acht Beine. Forscher sagen, es sehe ziemlich tapsig aus, wenn wir uns fortbewegen – wie ein tapsiger Bär. Daher kommt auch unser Name.

Auch wenn wir weder groß noch schnell sind, so haben wir Bärtierchen doch eine Art Super-Kraft. Und die macht uns vor allem für viele Forscher interessant. Wir Bärtierchen können uns an extreme Bedingungen anpassen. Zum Beispiel überstehen wir extreme Kälte. Auch lange Trockenphasen machen uns nichts aus. Wir können locker mehrere Jahre ohne Wasser überleben. Selbst mit Sauerstoffmangel kommen wir klar! Das macht uns schon ziemlich einzigartig.

Bärtierchen stellen sich regelrecht tot

Du fragst dich jetzt bestimmt, wie wir solche Extreme überstehen? Ganz einfach, wir stellen uns regelrecht tot. In unserem Körper passiert dann nicht mehr viel. Wenn es etwa über längere Zeit sehr trocken ist, ziehen wir unsere Beinchen ein und trocknen aus. Zuvor hat unser Körper spezielle Stoffe produziert.

Durch diese hat sich in unserem Inneren eine glasartige Masse gebildet. Mit Fensterglas hat das aber nichts zu tun. Die Masse ist extrem dick und zähflüssig. Klingt abgefahren, oder!? Wie das alles genau funktioniert, versuchen die Forscher gerade herauszufinden.

In diesem Ruhezustand können wir problemlos mehrere Jahre überdauern. Wir warten einfach ab, bis sich die Umweltbedingungen wieder verändern. Kommen wir dann zum Beispiel mit Wasser in Berührung, löst sich die Masse auf und wir werden wieder wach. So können wir Bärtierchen auch superalt werden.

Paulas Nachrichten

Besuch an einem grausamen Ort

Wichtige Reisen: Viele Schulklassen schauen sich ehemalige Konzentrationslager an

Lernen geht nicht nur in der Schule oder zu Hause: Immer wieder besuchen Schulklassen dafür auch andere Orte. Manche davon erinnern an schlimme Ereignisse in der…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten