Paulas Nachrichten

Die Welt unter dem Gullydeckel

03.01.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wie ist es, in der dunklen Welt der Kanalisation zu arbeiten?

Kanalarbeiter am Werk Foto: Fotolia

Was für ein Glück! Offenbar sitzt da oben gerade keiner auf dem Klo. Denn sonst würde das Geschäft gleich durch das Abflussrohr sausen. Und Dominik Dietrich und Paul Michna hier unten vor die Füße platschen. Die beiden arbeiten in den Abwasserkanälen unter der Stadt Dortmund in Nordrhein-Westfalen. Zu dem ganzen Abwasser-System sagt man auch Kanalisation. Dominik Dietrich und Paul Michna kontrollieren die Abwasserkanäle. Sie achten darauf, dass das dreckige Wasser problemlos in die Kläranlage fließen kann. Viele Sachen, die hier unten ankommen, sind aber auch harmlos: Duschwasser mit Shampoo-Resten zum Beispiel oder Badewasser. Oder auch Handys, Zahnspangen, Schmuck oder Geld - lauter Dinge eben, die manchen Menschen aus Versehen ins Klo gerutscht sind. Diese Sachen dann wiederzubekommen ist übrigens gar nicht so einfach. Denn wenn die Sachen aus dem Hausabfluss in die Kanalisation plumpsen, schwimmen sie mit dem Strom in Richtung Kläranlage. Und auf diesem Weg findet man sie nur schwer wieder.

Richtig gut riecht es in der Welt unter dem Gullydeckel übrigens nicht. Eher ein bisschen modrig. „So wie in einem feuchten Keller“, sagt Dominik Dietrich. Feucht und dunkel ist es hier auch. Von der Decke fallen dicke Tropfen. Man steht bis zu den Knöcheln im Wasser. Dominik Dietrich muss den Kopf mit dem Helm einziehen, wenn er durch den schmalen Gang geht. An manchen Stellen in der Dortmunder Unterwelt ist es sogar noch viel enger. „Da müssen wir dann auf den Knien rutschen“, sagt Dominik Dietrich.

Andere Stellen wiederum sind so breit, dass eine U-Bahn bequem durchsausen könnte. Die Kanalrohre wurden nämlich zu unterschiedlichen Zeiten verlegt. Hinein und heraus kommen die beiden Männer und ihre anderen Kollegen durch die Gullydeckel, das sind die meist braunen, runden Platten an den Straßenrändern.

An manchen Stellen geht es drei bis vier Meter in die Erde. An anderen Stellen muss man 30 Meter in die Tiefe steigen. Ungefährlich ist das nicht: Der Weg in den Kanal ist dunkel und glitschig, und man kann schnell von den Tritteisen abrutschen.

Wenn es draußen regnet, können die Kanäle schneller volllaufen, als man gucken kann. „Man geht niemals alleine runter, und einer wartet immer draußen“, sagt der Chef des Dortmunder Abwasserbetriebs. Wenn es hart auf hart kommt, kann der Dritte die beiden anderen aus dem Schacht ziehen - an ihrem Sicherheitsgurt. (dpa)

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