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Die Weiße Rose kämpfte gegen Grausamkeit

22.04.2017 00:00, Von Sophie Rohrmeier — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sophie und Hans Scholl sahen, dass in einem grausamen Krieg viele Menschen starben. Sie wollten, dass das aufhört. Deshalb gründeten sie mit Freunden eine Gruppe, die sich gegen den Krieg und die Ungerechtigkeit wehren sollte.

Eine Frau liest bei einem Presserundgang durch die neue Dauerausstellung „Die Weiße Rose. Widerstand gegen die NS-Diktatur“ in der Ludwig-Maximilians-Universität in München (Bayern) die Informationen über Sophie Scholl auf einem Touchscreen. In dieser Ausstellung kann man viel über die Gruppe Weiße Rose erfahren.  Foto: Matthias Balk
Eine Frau liest bei einem Presserundgang durch die neue Dauerausstellung „Die Weiße Rose. Widerstand gegen die NS-Diktatur“ in der Ludwig-Maximilians-Universität in München (Bayern) die Informationen über Sophie Scholl auf einem Touchscreen. In dieser Ausstellung kann man viel über die Gruppe Weiße Rose erfahren. Foto: Matthias Balk

MÜNCHEN. Sophie und Hans Scholl sind für viele Menschen Vorbilder. Auch wenn sie heute nicht mehr am Leben sind. Denn die Geschwister waren sehr mutig.

Vor etwa 80 Jahren wohnten sie in der Stadt München. In Deutschland waren damals die Nationalsozialisten an der Macht. Sie bedrohten und töteten zum Beispiel Menschen, die andere Ansichten hatten als sie. Außerdem herrschte Krieg. Deshalb lebten viele in Gefahr. Auch Sophie und Hans. Denn sie wehrten sich gegen die Nationalsozialisten.

Von Sophie, Hans und ihren Freunden kann man viel über Mut lernen.

Vor 74 Jahren, im Jahr 1943, war Sophie 21 Jahre alt. Sie studierte Biologie. Ihr Bruder war drei Jahre älter und wollte Arzt werden. Die beiden gingen gern zur Universität. Aber sie wussten auch, dass um sie herum sehr viele Menschen starben oder bedroht wurden. Also beschlossen sie und ihre Freunde, etwas dagegen zu tun. Nur durfte niemand sonst davon erfahren. Denn das konnte gefährlich für sie werden.

Das wussten Sophie, Hans und ihre Freunde. Trotzdem trafen sie sich heimlich. Die Gruppe gab sich auch einen Namen: die Weiße Rose.

Die Gruppe überlegte: Wie konnte sie andere Menschen in Deutschland davon überzeugen, dass die Herrschaft der Nationalsozialisten nicht richtig war? Dann hatten die Freunde eine Idee. Sie schrieben ihre Meinung auf Zettel, um diese überall zu verteilen. Auf diesen Zetteln forderten sie Freiheit und Gerechtigkeit. Und sie forderten die Leute zu einem Aufstand gegen die Nationalsozialisten auf.

„Das war kompliziert und gefährlich“, sagt Expertin Hildegard Kronawitter. Sie ist in der Stadt München für eine Ausstellung über die Gruppe Weiße Rose zuständig. Die Ausstellung kann man sich in der Universität ansehen, in der Sophie und Hans damals studierten.

Hans und Sophie Scholl verteilten die Zettel gemeinsam mit ihren Freunden heimlich überall. Sie legten sie etwa in Telefonzellen oder in parkende Autos. Das sorgte für Wirbel. Und so erfuhren schließlich auch die Gegner der Weißen Rose davon: die Nationalsozialisten.

Sie suchten nach der Gruppe und fanden sie. Auch weil andere Menschen die Gruppe verrieten. Die Nazis rächten sich furchtbar an den Geschwistern und ihren Freunden: Sie verurteilten sie zum Tode.

Heute sagen viele: Was die Weiße Rose getan hat, war richtig und gut. Deshalb ist die Gruppe noch immer sehr bekannt.

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