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Die Turnier-Zeit läuft – Reiten um den Sieg

28.04.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Das Pferd steigt vorsichtig die Rampe hoch in den Anhänger rein. Die Mähne ist mit Zöpfen eingeflochten. Der Schweif glänzt. Ein halbes Jahr ist die letzte Autofahrt im Hänger zu einem Wettbewerb her. Jetzt geht’s wieder los. Im Frühling läuft für viele Reiter und Pferde die Turnier-Zeit voll an. An den Wochenenden fahren sie los zu Wettkämpfen.

Wird das Pferd brav sein? Oder springt es wieder in der Dressur-Prüfung vor den Richtern zur Seite? Solche Fragen machen viele Sportler in der Nacht vor dem Wettkampf nervös. Gefällt den Richtern, wie ich auf dem Pferd sitze?

Außerdem hoffen die Springreiter natürlich, dass alle Stangen liegen bleiben. Doch bevor es so weit ist, musste schon viel erledigt werden.

Zunächst einmal überlegen sich die Reiter, an welcher Prüfung sie überhaupt teilnehmen wollen. Jeder hat seine Stärken: Dressur, Springen oder vielleicht Vielseitigkeit – also beides plus ein Geländeritt. Eine Liste der größeren Turniere gibt es im Internet unter www.fn-neon.de. Veranstalter von kleineren Turnieren hängen zum Beispiel auch Plakate aus. Und im eigenen Verein gibt es oft Listen der Turniere in der Region.

In kleinen Prüfungen bis zur Klasse E ist das Anmelden einfach. Vom Turnierveranstalter oder vom oberen Reiterverband – der Deutschen Reiterlichen Vereinigung FN – bekommt der Reiter das Anmeldeformular. Das füllt er aus und schickt es vor dem Anmeldeschluss ab. Bei größeren Prüfungen ist das Anmelden schwieriger. Das Pferd muss bei der FN als Turnierpferd eingetragen sein. Und der Reiter braucht einen Reitausweis. Den bekommt er aber nur, wenn er ein Reitabzeichen besitzt.

Am Abend vor dem Turnier ist meist das große Putzen angesagt: Das Pferd soll schließlich chic sein. Man bürstet das Fell. Die Mähne wird zu Zöpfchen geflochten. Der Schweif wird mit Shampoo gewaschen. Natürlich müssen auch Sattel und Trense sauber sein. Dafür gibt es Lederseife und -fett.

Auch die Sport-Klamotten müssen stimmen: Zwar gibt in den ganz einfachen Prüfungen für Kinder oft keine strenge Kleider-Ordnung. Aber die meisten Reiter tragen eine weiße Hose, schwarze Stiefel, ein schwarzes Jackett und natürlich ihren Reithelm.

Wenn Pferd und Reiter mit dem Wagen beim Turnier-Platz ankommen, wird geparkt. Der Pferd kommt die Rampe vom Hänger runter. Sattel und Trense drauf – und ab geht’s auf den Abreiteplatz. Dort bereitet man sich vor. Reiter und Pferd werden warm. Dann endlich kommt der eigene Auftritt! Man reitet ein vor die Richter und Zuschauer.

Schleifen bei Reitturnieren: Gelb bekommt der Sieger. Der Zweitbeste kriegt eine silberne – oder graue – und der Dritte eine weiße Schleife. Dem viertbesten Pferd stecken die Richter bei der Siegerehrung eine blaue Schleife an. Der Fünfte kriegt eine rote Schleife. Alle weiteren Reiter, die bei einem Wettbewerb geehrt werden, dürfen mit einer grünen Schleife nach Hause fahren. Foto: Sabine Maurer

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