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Die Tempelritter: Ein Schwert für Gott

27.12.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ein weißer Mantel mit einem roten Kreuz – das war das Erkennungszeichen der Tempelritter. Diese Ritter beschützten vor vielen Hundert Jahren Christen, die ins Heilige Land pilgerten.

Die Tempelritter hatten ein besonderes Erkennungszeichen: Sie trugen einen weißen Mantel mit einem roten Kreuz darauf. Dieses Aussehen war kein Zufall. Es sollte zeigen, was den Tempelrittern wichtig war.  Foto: Michael Rauchfuß
Die Tempelritter hatten ein besonderes Erkennungszeichen: Sie trugen einen weißen Mantel mit einem roten Kreuz darauf. Dieses Aussehen war kein Zufall. Es sollte zeigen, was den Tempelrittern wichtig war. Foto: Michael Rauchfuß

Unglaublich tapfer seien sie gewesen. Mutig und furchtlos. Kämpfer mit Schwert und Rüstung, die vor nichts und vor niemandem Angst hatten. Das sagt man über die Tempelritter. Sie gehörten einer besonderen Gemeinschaft an, die vor vielen Hundert Jahren in Europa große Bedeutung hatte: dem Templerorden. Diesem Orden gehörten aber auch Leute an, die keine Ritter waren. Wärest du einem Tempelritter damals auf der Straße begegnet, du hättest ihn wahrscheinlich sofort erkannt. Die Tempelritter hatten kurz geschorenes Haar und einen langen Bart. Und sie hatten ein besonderes Erkennungszeichen: Sie trugen einen weißen Mantel mit einem roten Kreuz darauf. Dieses Aussehen war kein Zufall. Es sollte zeigen, was den Tempelrittern wichtig war. Das rote Kreuz war ein Zeichen für die Leiden von Jesus Christus. Es war auf der linken Schulter angebracht, direkt über dem Herzen. Die Farbe Weiß stand für ihren Glauben und ihren Dienst an Gott. Ihm widmeten sie ihr Leben. Für Gott waren sie sogar bereit, in einer Schlacht zu sterben. Schon bevor es die Tempelritter gab, gab es Kämpfe wegen des Glaubens. Auch spätere Gründer der Tempelritter hatten dabei mitgekämpft. Hugo von Payns aus dem Land Frankreich zum Beispiel. Der Ritter kämpfte im sogenannten ersten Kreuzzug mit. Rund 900 Jahre ist das her. Bei diesem Kreuzzug wollten die Christen aus Europa das sogenannte Heilige Land erobern. Für Christen war dieses Land heilig. Schließlich sei dort Jesus Christus geboren worden. Und die anderen Geschichten aus der Bibel spielen ebenfalls in diesem Land. Die Christen waren der Meinung, dass Andersgläubige diese heiligen Stätten verunreinigten. Mit einem riesigen Heer zogen die Kreuzritter los. Es wurde eine blutige Schlacht. Am Ende gewannen die Kreuzritter, die dann viele Grausamkeiten an Andersgläubigen verübten. Anschließend kamen viele Pilger in das Heilige Land. Sie wollten zum Beispiel die Stadt Jerusalem besuchen. Denn jeder gute Christ sollte einmal dort gewesen sein, glaubten die Menschen damals. Doch die Reise dahin war gefährlich. Immer wieder wurden die Pilger überfallen. Hugo von Payns hatte deshalb eine Idee: Er wollte eine Rittertruppe gründen, die die Pilger auf ihrem gefährlichen Weg beschützt. Und das sollten die Tempelritter sein. Die Ritter machten dabei etwas, was es bis dahin so noch nicht gegeben hatte: Sie gründeten einen Ritterorden. Das sorgte für ziemlich viel Verwirrung. Denn sie vermischten zwei Sachen, die eigentlich komplett getrennt waren: Einerseits waren sie Ritter. Sie trugen ein Schwert und eine Rüstung und kämpften. Andererseits waren es aber auch Mönche. Das heißt, sie widmeten ihr Leben allein Gott. Kämpfende Mönche – so etwas hatte es noch nicht gegeben!

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