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Die Super-Algen

13.01.2018, Von Stefanie Paul — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Michael Melkonian kennt sich supergut aus mit den winzigen Algen und hat Tausende gesammelt

Sie treiben im Wasser, sind winzig klein und mit bloßem Augen nicht zu erkennen. Trotzdem halten viele Forscher sie für einen wichtigen Rohstoff der Zukunft: Mikroalgen.

Einsatzmöglichkeiten von Mikroalgen. Grafik: K. Losacker

KÖLN (dpa). Was man aus ihnen nicht alles machen könnte! Einen Ersatz für Kraftstoff zum Beispiel, um Autos zu betanken. Oder Nahrungsmittel für uns Menschen. Futter für die Fische in Fischzucht-Anlagen, Medikamente oder Kosmetik. Sie könnten sogar Abwasser reinigen.

Für viele Forscher gelten die Pflanzen deshalb als der Rohstoff der Zukunft: Mikroalgen! Dabei sind sie winzig klein – so klein, dass man eine einzelne Alge mit bloßem Auge nicht sehen kann! Erst mehrere Mikroalgen zusammen sieht man. Ihre großen Verwandten kennst du vielleicht vom Urlaub am Meer. Diese Makroalgen wachsen auf Felsen, an der Küste oder am Meeresboden und werden zum Teil riesengroß.

Einer der sich mit den winzigen Algen super auskennt, ist der Forscher Michael Melkonian. Er arbeitet in der Stadt Köln, im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Im Keller der Universität dort hat er eine riesige Sammlung mit Mikroalgen.

Die großen Regale sind vollgestopft mit kleinen Gläsern und Flaschen. In jedem Behälter schwimmt eine andere Mikroalgen-Art. Manche schimmern grün, andere rot und wieder andere sind braun. Mehrere Tausend Algenarten hat der Forscher gesammelt.

Doch was macht die kleinen Algen so besonders? Sie enthalten zum Beispiel wichtige Stoffe, wie Vitamine. Manche sind auch noch nicht erforscht. „Außerdem wachsen Algen schneller als Pflanzen“, verrät der Forscher. Das macht sie als nachwachsenden Rohstoff interessant.

Allerdings ist es nicht so einfach, Mikroalgen zu züchten. Man braucht etwa viel Wasser und einen durchsichtigen Behälter. Und man braucht Licht! Das muss wiederum gleichmäßig von allen Seiten kommen, damit auch wirklich jede Alge genug bekommt und sie wachsen kann.

„Hinzu kommt, dass man Mikroalgen nicht einfach so ernten kann“, erklärt der Forscher. Man könne nicht einfach ins Wasser hineingreifen und die Algen herausfischen.

Deshalb haben er und seine Kollegen sich etwas ausgedacht, wie man Mikroalgen einfacher züchten kann. Sie lassen die Algen auf einer Art Vliestuch wachsen. Das kann man entweder hinlegen oder senkrecht aufhängen. Die Algen schwimmen auch nicht mehr im Wasser, sondern sie werden auf dem Tuch nur noch feucht gehalten und mit Nährstoffen versorgt. Sind die Algen groß genug, könnte man sie einfach abkratzen

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