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Die Pflanzen können sich ihre eigene Nahrung basteln

03.04.2021 05:30, Von Philipp Brandstädter — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hinter dem schwierigen Wort Fotosynthese verbirgt sich die Formel hinter dem Wunder des Lebens

Im Frühling zeigen sich immer mehr Pflanzen in sattem Grün. Das liegt daran, dass sie Energie brauchen. Mit dem grünen Farbstoff in ihren Blättern erzeugen sie Zucker mit Hilfe von Sonnenlicht. Der Zucker dient ihnen als Nahrung.

BERLIN. Viele Leute freuen sich auf den Frühling. Dann scheint die Sonne wieder länger und es wird wärmer. Außerdem kann man überall beobachten, wie den Bäumen neue grüne Blätter wachsen. Auch andere Pflanzen werden grüner. Das geschieht, weil die Pflanzen wieder verstärkt Fotosynthese betreiben. So wird ein wichtiger biochemischer Vorgang genannt. Es ist wahrscheinlich der wichtigste überhaupt.

Im Frühling wachsen vielen Bäumen neue grüne Blätter. Auch andere Pflanzen werden grüner. Die Pflanzen betreiben wieder verstärkt Fotosynthese. Foto: Silke Sullivan/dpa
Im Frühling wachsen vielen Bäumen neue grüne Blätter. Auch andere Pflanzen werden grüner. Die Pflanzen betreiben wieder verstärkt Fotosynthese. Foto: Silke Sullivan/dpa

Das Wort Fotosynthese leitet sich aus drei griechischen Worten ab. „Phos“ heißt „Licht“. „Syn“ heißt „zusammen“. „Thesis“ heißt setzen. Die Pflanzen setzen also etwas aus Licht zusammen: und zwar energiereichen Zucker. Wie das genau funktioniert, erklärt die Botanikerin Gesche Hohlstein: „Pflanzen saugen mit ihren Wurzeln Wasser und Mineralien aus dem Boden.“ Mineralien sind chemische Bausteine, die die Pflanzen brauchen. „Die leiten sie durch ihre Zweige und Triebe bis in ihre Blätter hinein.“

Durch winzige Öffnungen in den Blättern gelangt außerdem das Gas Kohlendioxid aus der Luft in die Pflanze. Wir kennen das Gas auch unter der Bezeichnung CO2. Und nun kommt die grüne Farbe ins Spiel. „Das Blattgrün ist ein echter Superstoff namens Chlorophyll“, erklärt die Fachfrau. Der steckt in den kleinsten Bausteinen der Pflanzen drin, den Zellen. „Das Chlorophyll kann Sonnenlicht aufnehmen. Durch die Energie des Lichts bauen die Pflanzen das CO2 und das Wasser in Traubenzucker um.“ Den nennt man auch Glucose.

Den Zucker nutzen die Pflanzen als Nahrung. „Das ist das Grandiose an Pflanzen: Sie basteln sich ihre eigene Nahrung“, sagt Gesche Hohlstein und scherzt: „Ich muss dazu Geld verdienen und Essen im Supermarkt kaufen oder Gemüse im Garten anbauen.“

Der durch die Fotosynthese hergestellte Zucker wird von den Blättern in alle Teile der Pflanze befördert. So kann die Pflanze leben und wachsen. Doch das ist noch nicht alles. Die Fotosynthese macht die Beziehung zwischen Pflanzen und den Tieren und Menschen aus. Der Grund: Während die Pflanzen ihren Zucker herstellen, geben sie Sauerstoff an die Umwelt ab. Den brauchen wir Menschen und die Tiere zum Atmen. Außerdem hätten wir ohne Pflanzen nichts zu essen.

Wenn es dunkel ist, können Pflanzen keine Fotosynthese betreiben. Auch im Winter ist es schwieriger, wenn das Wasser gefroren ist und die Sonne nur noch wenig scheint. Dann zehren die Pflanzen von ihren Zucker-Reserven und brauchen selbst Sauerstoff. Doch da auf der Erde immer irgendwo die Sonne scheint, stellen auch immer irgendwo Pflanzen frischen Sauerstoff her. Deshalb ist es wichtig, dass wir unsere Pflanzenwelt überall auf der Erde schützen. „Fotosynthese ist die Formel hinter dem Wunder des Lebens“, sagt Gesche Hohlstein. „Ohne sie würde es das Leben nicht in der Form geben, wie wir es kennen.“

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