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Die Männer am Leierkasten waren oft arm

09.12.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Das ist der Steuerblock des Leierkastens. Foto: Sonja Fröhlich
Das ist der Steuerblock des Leierkastens. Foto: Sonja Fröhlich

Leierkastenmänner galten früher nicht als Musiker, sondern nur als Musikanten. Sie erschufen zwar musikalische Werke und sangen dazu. Aber es gab keine extra Ausbildung dafür. Deshalb war es kein anerkannter Beruf. Ihr Geld verdienten die Leierkastenmänner meist mit aktuellen Schlagern, die sie nachspielten. Sie bekamen aber nicht viel dafür. Die meisten waren sehr arm. Sie mussten sich die teuren Instrumente leihen und zogen den ganzen Tag durch die Straßen. Zu erkennen waren sie oft an der Schiebermütze. Mit dieser Kopfbedeckung sammelten sie das Geld ein. Früher gab es Leierkastenmänner fast an jeder Ecke, zum Beispiel in Berlin am Potsdamer Platz. Wer dort keinen Platz fand, der ging in Berlin zum Beispiel von einem Hinterhof zum nächsten. Vor rund 100 Jahren verdienten sich fast nur Männer mit dem Instrument das Geld zum Leben. Später waren auch Frauen als Leierkastenfrauen unterwegs. dpa

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