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Die Luft zum Leuchten bringen

19.12.2020 05:30, Von Philipp Brandstädter — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Lichtkünstler können mit Laserstrahlen tolle Kunstwerke in die Luft zeichnen

Für ein stimmungsvolles Fest an Silvester sind Raketen und Böller gar nicht nötig. Lichtkünstler etwa begeistern mit ihren Bildern am Nachthimmel und an Hauswänden ihr Publikum. Dahinter steckt jede Menge Technik.

Lautstark, in Gruppen und mit viel Feuerwerk begrüßen wir das neue Jahr. Normalerweise. Aber dieses Silvester wird sicher anders. Wegen Corona können wir uns nicht auf den Straßen und Plätzen versammeln. Auf Raketen und Böller werden die meisten verzichten.

Ein Fest mit bunten Lichtern lässt sich aber auch ohne Feuerwerk am Nachthimmel schaffen. Jannis Hansen weiß, wie das geht. Er ist Lichtkünstler und arbeitet mit speziellen Lichtstrahlen: Laser (gesprochen: Läisa). Sie sind bekannt aus Filmen. Aber was ist das?

Ein Laser sendet Licht aus, so wie die Sonne oder eine Glühbirne. Während aber eine Glühbirne etwa Licht in alle Richtungen schickt, macht ein Laser das nur in eine Richtung.

„Ein Laserstrahl kommt aus einer Röhre, die mit einem Gasgemisch gefüllt ist“, erklärt Jannis Hansen. „Diesem Gemisch wird Energie zugeführt, sodass die Teilchen im Gas zu leuchten beginnen.“ Je weiter sich das Licht durch das Gas bewegt, desto stärker wird es.

An den Enden der Röhre befinden sich Spiegel. Diese werfen das Licht hin und her. So wird das Licht immer heller. Ein Spiegel lässt ein wenig Licht hindurch. „So entweicht ein Lichtstrahl aus der Röhre, der schon unzählige Male von den Spiegeln hin und her geworfen und gebündelt wurde“, erklärt der Fachmann.

Lichtkünstler Jannis Hansen nutzt diese Technik, um damit leuchtende Farben und Formen zu zaubern. Dafür braucht er mehrere Laser. Die senden Licht in verschiedenen Farben aus: „Stößt ein Laserstrahl auf ein Hindernis, so können wir das sehen.“

So ein Hindernis kann entweder eine Fläche wie eine Leinwand sein oder eine Hausfassade. Aber auch winzige Staubkörner und Wassertropfen in der Luft machen das Laserlicht sichtbar. Noch toller sieht es aus, wenn die Lichtkünstler mit Maschinen Nebel erzeugen. Je dichter der Nebel, desto besser erkennt man die Laserstrahlen.

Mit einem Computerprogramm mischt Jannis Hansen die Farben mehrerer Laser. Außerdem steuert er bewegliche Spiegel an.

Die schicken Lichtstrahlen blitzschnell in verschiedene Richtungen. „Die Spiegel sind sehr viel schneller als unsere Augen das erfassen können“, erklärt der Fachmann. „Die vielen Strahlen erkennen wir am Ende als bunte Formen, Muster oder auch Schriftzüge.“

Solche Laser und Programme kann man auch für die eigene Party zu Hause kaufen. Eine richtige Lichtershow etwa mit Musik ist aber viel aufwendiger. Die Lichtkünstler treten damit etwa auf Konzerten, in Diskotheken oder auf Veranstaltungen im Freien auf. Zu Silvester haben sie natürlich besonders viel zu tun.

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