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Die Lawinenretter der Bergwacht Oberammergau

03.01.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Geraten Menschen im Gebirge in Not, sind sie blitzschnell zur Stelle: die Retter von der Bergwacht. Jetzt im Winter müssen sie oft Menschen helfen, die unter Schneemassen geraten.

Zart und zerbrechlich sehen Schneeflocken aus. Doch sie können auch als Schneemassen den Berg hinunterrutschen. Dabei kann es passieren, dass Menschen unter solch eine Lawine geraten. Gut, dass es Bergretter wie Stephan Wagner von der Bergwacht Oberammergau in Bayern gibt. Denn Bergretter sind die Feuerwehrleute der Berge.

Ganz gleich, ob zum Beispiel Skifahrer in Not geraten oder Bergsteiger vermisst werden: Die Bergretter sitzen in wenigen Minuten im Hubschrauber und fliegen zu ihrem Einsatzort. „Wird ein Mensch unter einer Lawine begraben, kommt es auf jede Minute an“, erklärt Stephan Wagner. In einem Jahr hilft die Bergwacht Bayern ungefähr 6000 Menschen, die in den Bergen in Not geraten sind. „Manchmal müssen wir auch nachts raus, oft dauert ein Einsatz mehrere Stunden.“

Bevor die Suche beginnen kann, müssen die Lawinenretter aber erst einmal einschätzen, wie sicher das Gebiet ist. Das ist wichtig, damit sie nicht selbst in Gefahr geraten. Kann zum Beispiel noch eine weitere Lawine den Berg herunterdonnern? Um Verschüttete zu finden, benutzen die Retter dann auch Hilfsmittel wie spezielle Suchgeräte oder auch lange dünne Metallstangen. „Mit denen stechen wir in den Schnee und suchen diesen so nach verschütteten Menschen ab“, erklärt Stephan Wagner. „Aber Lawinenhunde mit ihrer feinen Nase sind noch immer die besten Helfer.“

Sie können Vermisste sogar unter einer Schneedecke aufspüren, die fünf Meter dick ist. Dafür nehmen sie den Geruch der Menschen auf. Um das zu schaffen, müssen die Hunde drei Jahre lang lernen und ständig üben.

Die Hundeführer simulieren mit Schäferhund Balu die Suche nach Lawinenopfern. Foto: Peter Kneffel

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