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Die Haut: Schutzpanzer und größtes Sinnesorgan

03.05.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Was ist das: Es gehört zu unserem Körper, ist bei einem erwachsenen Menschen ungefähr so schwer wie eine Kiste Milch und nimmt ausgebreitet so viel Platz ein wie 16 große Zeichenblätter? Antwort: die Haut.

Viele Menschen sehen in ihr bloß eine Hülle für unseren Körper. Doch die Haut hat es in sich. Ein Quadratzentimeter Haut – das ist die Fläche von vier Rechenkästchen – enthält ungefähr 750 000 Zellen, vier Meter Nervenbahnen, 100 Schweißdrüsen, einen Meter Blutgefäße, 15 Talgdrüsen, die Fett absondern, und etwa fünf Haare. Die vielen Zellen, Drüsen, Haare und Äderchen machen die Haut zu einem enorm vielseitigen Organ.

Ihre wichtigste Aufgabe ist es, unseren Körper und seine inneren Organe zu schützen. Zum Beispiel vor großer Hitze oder eisiger Kälte. Oder vor gefährlichen Substanzen und Erregern von Krankheiten. Die Haut schützt uns aber auch, wenn wir stürzen oder uns an etwas stoßen.

Die Haut muss dabei selbst eine Menge aushalten. Kratzer, Schürfwunden, leichte Verbrennungen und blaue Flecke – jeden Tag kommen neue kleine Verletzungen dazu.

Manche sind so klein, dass man sie kaum sieht. Um all die Wunden schnell wieder zu reparieren, sind in der Haut viele unterschiedliche Zellen aktiv.

In den unteren Schichten werden zum Beispiel laufend neue Hautzellen gebildet. Bei Verletzungen wandern diese Zellen über die Wunde und verschließen sie. Doch die Haut schützt nicht nur vor äußeren Einflüssen.

Wenn wir Sport treiben, geraten wir zum Beispiel oft ins Schwitzen. Unser Körper läuft auf Hochtouren. Damit er nicht überhitzt, dringt Schweiß über die Schläuche vieler Millionen Schweißdrüsen durch die Haut. Die Feuchtigkeit verdunstet dann auf der Haut, und das kühlt.

Gleichzeitig ist die Haut unser größtes Sinnesorgan. Während wir mit der Nase riechen, mit den Augen sehen und den Ohren hören, können wir über die Haut vor allem fühlen.

In ihren oberen Schichten liegen winzige Fühler. Man nennt sie Rezeptoren. Über sie können wir Jucken, Schmerz, Hitze, Kälte oder Druck wahrnehmen. Nervenbahnen leiten das Gefühlte dann an unser Gehirn weiter. Umgekehrt können über die Haut aber auch Gefühle und Empfindungen ausgedrückt werden.

Ist uns etwas peinlich, werden wir zum Beispiel rot. Ekeln wir uns vor etwas, bekommen wir eine Gänsehaut. Und wenn wir Angst haben, werden wir manchmal ganz blass. Auch Düfte, die über Drüsen in der Haut abgegeben werden, verraten unsere Gefühle. Manche Menschen glauben zum Beispiel, dass Hunde es riechen können, wenn wir Angst haben.

Lange in der Sonne liegen ist nicht nur langweilig, es kann auch der Haut schaden. Foto: Patrick Pleul

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