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Die Erde entsteht jeden Tag neu – als Globus

21.07.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Erde hat Milliarden Jahre gebraucht, um so zu werden, wie wir sie heute kennen. In einer Firma in Baden-Württemberg geht’s viel schneller: Dort entsteht die Erde jeden Tag mehrere Tausend Male neu. Natürlich nicht aus Gas und Staub im All, sondern aus Kunststoff.

Sie ist auch nur 26 bis 30 Zentimeter dick, also ungefähr so groß wie ein Fußball. Die echte Erdkugel hat einen Durchmesser von rund 1 270 000 000 Zentimetern. Eine solche Mini-Erde nennt man Globus. Braucht die denn heute noch jemand? Man kann sich doch Karten auch im Internet oder im Atlas anschauen. Viele Leute finden Globen aber toll. Denn man kann mit dem Finger drüberfahren, sie drehen – und prima sehen, wie Europa oder Südamerika aussehen und wie breit der Atlantik ist, der dazwischen liegt. Manche Globen haben innen auch eine Lampe und leuchten nachts. Wenn euer Globus aus Deutschland kommt, wurde er vielleicht in Krauchenwies, einem kleinen Ort in Baden-Württemberg, gebaut. Dort sitzt eine Firma namens „Columbus“. Ihr Chef heißt Torsten Oestergaard. Sein Urgroßvater hat schon vor 100 Jahren Globen gebaut. „Er wollte, dass jeder einen Globus haben kann“, sagt der 43-Jährige. Bis dahin waren die kleinen Erdkugeln extrem teuer. Sie standen fast nur in Bibliotheken oder Universitäten. Wenn so eine Erde fürs Wohnzimmer oder den Schreibtisch in der Fabrik entsteht, muss erst einmal die Druckpresse lossurren. Sie druckt die Karten für den Globus. „Die sind dann noch ganz verzerrt“, sagt Torsten Oestergaard. Er zeigt auf eine runde Karte mit ulkig verknautschten Ländern drauf. Die Ausdrucke sehen aus wie Luftballons, aus denen man die Luft rausgelassen hat. Es zischt und wummert: Eine große Maschine drückt die eingefallenen Karten auf Halbkugeln aus Kunststoff. Oben und unten werden die Hälften dann noch zusammengesetzt – und fertig ist die kleine Welt. Es gibt auch Globen extra für Kinder. Die sind kunterbunt und zeigen, wo zum Beispiel welches Tier lebt. Torsten Oestergaard deutet auf Afrika. Und richtig: Da sind ein Nashorn, ein Nilpferd und ein Kamel abgebildet. Es gibt viel zu entdecken auf so einer Mini-Erde.

Unsere Erde im Mini-Format: Zwei Mitarbeiterinnen des Columbus-Verlags in Krauchenwies (Landkreis Sigmaringen) fertigen Globen. Foto: Patrick Seeger

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