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Deutscher Astronaut: „Glaubt an eure Träume“

11.10.2021 05:30, Von Interview: David Kluthe — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

In 90 Minuten um die Erde: Der deutsche Astronaut Matthias Maurer wird das auf der Raumstation ISS bald erleben. Hier verrät er, welches Ziel im Weltall ihn noch reizen würde.

Die ISS mit der Erde im Hintergrund. Die Raumstation ISS kreist etwa 400 Kilometer von der Erde entfernt um den Planeten.  Foto: NASA
Die ISS mit der Erde im Hintergrund. Die Raumstation ISS kreist etwa 400 Kilometer von der Erde entfernt um den Planeten. Foto: NASA

Auch für einen Astronauten ist so eine Reise etwas Besonderes. Ende Oktober fliegt der Deutsche Matthias Maurer zur Raumstation ISS. Mehrere Monate wird er dort verbringen. Den dpa-Nachrichten für Kinder berichtete er, worauf er sich am meisten freut und was er wohl vermissen wird.

Matthias Maurer, deutscher Astronaut, steht vor einer Pressekonferenz im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) der ESA vor seinem Start der Mission „cosmic kiss“ zur Internationalen Raumstation ISS in der Trainingshalle.  Foto: Rolf Vennenbernd
Matthias Maurer, deutscher Astronaut, steht vor einer Pressekonferenz im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) der ESA vor seinem Start der Mission „cosmic kiss“ zur Internationalen Raumstation ISS in der Trainingshalle. Foto: Rolf Vennenbernd

Worauf freuen Sie sich auf der ISS am meisten?

Matthias Maurer: „Zunächst einmal freue ich mich auf den Start und die Beschleunigung auf 28 000 Kilometer pro Stunde. Nach neun Minuten ist man im Weltall und schwerelos. Dann hat man diesen fantastischen Blick auf die Erde. Und wenn ich auf der Raumstation angekommen bin, dann freue ich mich darauf, zum Weltraumfenster, der Cupola, zu gleiten und von dort aus 90 Minuten lang eine ganze Umrundung der Erde zu beobachten. Wenn ich daran nur denke, bekomme ich eine Gänsehaut.“

Und was werden Sie vermissen?

Matthias Maurer: „Vermissen werde ich ganz sicher die frische Luft. Ich liebe die Natur, die Gerüche im Wald, wenn einem am Meer der Wind um die Nase weht, Regentropfen auf der Haut, die vielen verschiedenen Farben – vor allem im Herbst. Auch beim Essen muss ich Abstriche machen. Auf der Station haben wir zum Beispiel kein knuspriges Essen, das muss ja alles mehr klebrig beziehungsweise pampig sein.“

Welche Tipps geben Sie Kindern, die gerne Astronaut oder Astronautin werden wollen?

Matthias Maurer: „Versucht, euch vielfältig zu interessieren. Lernt Sprachen, besucht fremde Länder und lernt deren Kulturen kennen. Das alles hat mir auf meinem Weg sehr geholfen. Und ganz wichtig: Glaubt an eure Träume und lasst euch nicht davon abbringen, denn irgendwann könnten sie wahr werden!“

Wenn Sie sich ein Ziel im Weltall aussuchen dürften: Wohin würden Sie gerne reisen und warum?

Matthias Maurer: „Ich war lange Zeit LUNA-Projektleiter. Das ist eine Anlage, die in Köln entstehen wird, in der Astronautinnen und Astronauten für Missionen zum Mond trainieren sollen.

Daher habe ich mich mit dem Mond schon sehr viel beschäftigt. Der absolute Traum wäre, die Mondoberfläche auch zu betreten.“

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