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Deutsche und Polen sind oft gute Nachbarn

01.09.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Vor 70 Jahren überfiel die deutsche Armee das Nachbarland Polen. Damit begann ein schlimmer Krieg. Er dauerte mehrere Jahre, unfassbar viele Menschen starben. Heute sind Deutsche und Polen oft gute Nachbarn. So erzählt es Martin Patzelt.

Der 62-Jährige ist Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt an der Oder. Sie liegt im Osten Deutschlands, direkt an der Grenze zu Polen. Nach einem kurzen Fußweg über eine Brücke kommt man in die polnische Stadt Slubice (gesprochen: Slubitsche). Den dpa-Nachrichten für Kinder erzählte Martin Patzelt, warum wir den furchtbaren Krieg nicht vergessen dürfen.

Der Zweite Weltkrieg begann am 1. September 1939. Das ist ziemlich lange her. Warum sollen wir uns heute daran erinnern?

Die Deutschen haben Polen überfallen, viele Menschen wurden getötet, andere verloren für immer ihr Zuhause. Es war eine furchtbare Zeit.

Damit das nie wieder passiert, darf es nicht vergessen werden. Ein Beispiel: Wenn du nicht mehr weißt, dass eine Giftschlange giftig ist, dann kannst du leichter von ihr getötet werden.

Die Leute, die den Krieg damals erlebt haben, sind heute sehr alt. Irgendwann sind sie alle gestorben. Wird der Krieg dann vergessen?

Es wurden Zeugnisse aus dem Krieg aufgehoben – Fotos, Bücher, Tonbandaufnahmen und Filme. Aber es bringt nichts, wenn sie in der Schublade verstauben: Sie müssen angesehen und gelesen werden. Man muss sich erinnern.

Wie verstehen sich die Deutschen und Polen in Ihrer Stadt heute? Manchmal hört man ja auch, dass die einen schlecht von den anderen denken.

Wir sind gute Nachbarn. Deutsche und polnische Kinder gehen in den Kindergarten miteinander, in dieselbe Schule, lernen die Sprache des anderen und studieren zusammen. Es gibt Polen, die hier in Frankfurt wohnen, und Deutsche wohnen drüben. Dieses friedliche Miteinander ist doch wunderbar.

Anlässlich des Weltfriedenstages 70 Jahre nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs sind 70 000 Brieftauben gestartet worden. Foto: Jens Kalaene

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