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Detektive, die mit Steinen arbeiten

23.07.2020 05:30, Von Rebecca Krizak — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ärchäologen graben auf der ganzen Welt im Boden, um Hinterlassenschaften unserer Vorfahren zu finden

Sie sind immer auf der Suche. Und zwar nach Spuren aus längst vergangenen Zeiten. Dafür graben sich Archäologen auch mal in weit entfernten Ländern tief in die Erde.

Ein gut erhaltener bunter Mosaikboden einer antiken römischen Villa zwischen Weinbergen in der Nähe der italienischen Stadt Verona wird gesäubert. Foto: Soprintendenza ABAP Verona
Ein gut erhaltener bunter Mosaikboden einer antiken römischen Villa zwischen Weinbergen in der Nähe der italienischen Stadt Verona wird gesäubert. Foto: Soprintendenza ABAP Verona

Stephan Schmid reist immer wieder in weit entfernte Länder. Dort arbeitet der Archäologe bei Ausgrabungen mit und sucht nach Spuren von Menschen, die lange vor uns gelebt haben. Uns berichtet er im Interview von seiner Arbeit.

Herr Schmid, Mauerreste, Spielsachen, Werkzeug: Bei Ausgrabungen entdecken Sie ganz unterschiedliche Dinge. Wie finden Sie heraus, um was es sich handelt?

Am schönsten ist es, wenn ich etwas finde, was mir hilft, die Rätsel und Fragen, die sich uns stellen, zu lösen. Finde ich zum Beispiel in einer Kammer die Knochen eines Menschen, dann kann ich vielleicht darauf schließen, dass es sich um eine Grabkammer handelt.

Und wie findet man dann mit Hilfe Ihrer Funde heraus, wie die Menschen früher lebten?

Nehmen wir das Essen als Beispiel: Auch da suchen wir nach Spuren. Manchmal entdeckt man zum Beispiel in einem Ofen noch Reste von Getreide. Oder man findet Spuren in Gefäßen – von Olivenöl zum Beispiel oder Wein. Daran kann man erkennen, wie sich die Menschen zu einer bestimmten Zeit ernährt haben.

Kann man sich einfach eine Ausgrabungsstätte aussuchen, hinfahren und loslegen?

Man braucht die Genehmigung des Landes, in dem die Ausgrabung stattfinden soll. Und man muss sich vor Ort an deren Regeln halten. Außerdem muss man klären, wer die Kosten für die Ausgrabung übernimmt. Und man muss sich gut überlegen: Warum wollen wir hier ausgraben, und was wollen wir finden? Vielleicht will man ja etwas darüber herausfinden, wie die Menschen dort früher lebten? Dann überlegt man: An welcher Stelle stand vielleicht mal ein Haus? Dann wird man dort die Ausgrabung beginnen.

Was passiert mit den Sachen, die Sie ausgraben?

Alles, was man findet, ist Eigentum des Landes oder der Behörden dort. Am Ende der Grabung geben wir also alles ab, was wir gefunden haben. Das wird erfasst oder im Museum ausgestellt.

Hätten Sie gerne schon mal etwas mit nach Hause genommen?

Ach, das meiste ist heute ja zu nichts mehr nütze. Was soll ich mit einem kaputten Topf? Das ist viel besser möglichst nah an dem Ort aufgehoben, wo es gefunden wurde. Da können es dann ganz viele Menschen anschauen.

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