Paulas Nachrichten

Der will doch nur den ganzen Tag spielen

19.08.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Den ganzen Tag spielen und damit auch noch Geld verdienen: Das ist wohl der Traum eines jeden Gamers, also eines Computerspielers. So ging es auch Christian von Duisburg. „Als ich 15 war, kam der C64 – der in den 80ern meistverkaufte Heimcomputer – in mein Leben. Ganz schnell war mir klar, dass ich etwas mit Spielen machen will.“

Erst studierte er Physik, dann landete er als Spieletester in der Redaktion einer Zeitschrift. „Morgens bekam ich ein neues Spiel auf den Tisch, zwei Tage später musste ich einen Artikel darüber abgeben. Dafür habe ich das Spiel von vorne bis hinten getestet. Das war der Himmel auf Erden“, erzählt Christian und lacht. Inzwischen ist der 40-Jährige Chef der Firma SnapDragon in Hamburg, die Spiele testet und entwickelt. Bevor ein Spiel auf den Markt kommt, muss es natürlich fehlerfrei laufen. Ganz wichtig ist aber auch, dass das Spiel den Käufern gefällt. Deshalb wird es in der Entwicklung von Leuten getestet, die in die Gruppe passen, für die das Spiel gedacht ist. Das sind oft Schüler ab etwa 14 Jahren. Die spielen dann das noch nicht fertige Spiel durch und beantworten danach Fragen. Zum Beispiel: Hakt das Spiel an einer Stelle noch? Ist die Geschichte, die erzählt wird, interessant? „Wir Entwickler sind im Kopf zwar alle noch Kinder, wissen aber trotzdem erst durch solche Tests, wie unsere jugendliche Zielgruppe tickt“, erzählt Christian. So wie beim neuesten Spiel „Wickie und die starken Männer“. Dabei achteten die Entwickler von SnapDragon darauf, dass die Spieler auch raten und knobeln können. „Wir haben ,Wickie‘ von Grundschulkindern testen lassen. Wenn die das Spiel nicht verstanden oder es blöd gefunden hätten, hätten wir noch mal von vorne anfangen können“, sagt Christian.

Schauspieler Roberto Martinez Martinez in einem Wikinger-Kostüm und Christian von Duisburg von SnapDragon. Foto: SnapDragon

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