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Der Weg zum eigenen Buch

17.07.2020 05:30, Von Sarah Maria Ziewitz — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

In Leipzig kann man lernen, wie man sein eigenes Buch schreiben und verkaufen kann

Hast du dir auch schon mal eine Geschichte ausgedacht? Bei den „Buchkindern“ in der Stadt Leipzig kann man sein eigenes Buch entwickeln und dann verkaufen. Bevor das Buch ins Regal kommt, gibt es aber einiges zu tun.

Ailidh Rössner schreibt in der Buchwerkstatt „Buchkinder“ an einer elektrischen Schreibmaschine. Ailidh schreibt ihre eigenen Bücher.  Fotos: Sarah Maria Ziewitz
Ailidh Rössner schreibt in der Buchwerkstatt „Buchkinder“ an einer elektrischen Schreibmaschine. Ailidh schreibt ihre eigenen Bücher. Fotos: Sarah Maria Ziewitz

Stolz hält Ailidh ihre selbst geschriebenen Bücher in den Händen. „Man fühlt sich wie ein richtiger Autor, wenn das Buch zu verkaufen ist“, sagt die Zwölfjährige. Ihre Oma und ihr Opa sind große Fans. Sie haben fast alle Bücher von Ailidh gekauft.

Jede Woche besucht sie die „Buchkinder“ in der Stadt Leipzig. Das ist eine Buchwerkstatt im Bundesland Sachsen. Dort können Kinder und Jugendliche zwischen vier und 18 Jahren ihre eigenen Bücher schreiben und binden lassen. So etwas gibt es auch in anderen Städten.

Ailidh steht vor einem Bücherregal, in dem alle neu erschienenen Bücher ausgestellt sind. Ihre beiden neuen Bücher heißen „Alexa“ und „Mias Tagebuch“. „Bei Mias Tagebuch geht es um ein Mädchen, das zur Nixe wird und bei Alexa um eine durchgedrehte Sprachbox“, erzählt Ailidh. Beide Geschichten hat sie sich selbst ausgedacht.

Ailidh schreibt ihre Bücher entweder mit der Hand oder mit einer elektrischen Schreibmaschine. „Die hat eine Tastatur, wie beim Computer, aber hinten kommt das Blatt Papier heraus. Wie bei einer klassischen alten Schreibmaschine“, erklärt sie.

Zu ihren Geschichten malen die „Buchkinder“ auch die Bilder. Mit Buntstiften, Filzstiften oder sogar mit Linoleum. Linoleum ist ein Kunststoff. Damit macht man einen Linoldruck. Mit einem Messer ritzt man so in die weiche Kunststoffplatte, dass ein Bild oder Muster übrig bleibt. Danach wird das Linoleum mit Farbe bestrichen und mit einer Walze auf ein Blatt Papier gedrückt. Auf dem Papier erkennt man dann das fertige Bild.

Zum Drucken und Binden geht es zu Ina Luft in die Buchbinderei. „Wir schauen dann, wie das Buch genau aussehen soll. Zum Beispiel, ob es einen festen Deckel bekommen oder welche Farben es haben soll“, erklärt sie.

In der Buchbinderei stehen viele alte Geräte, die man zum Drucken und Binden braucht, etwa die Buchpresse. Das ist ein großes und schweres Gerät aus Metall. Wenn man das Rad daran dreht, bewegen sich zwei Stempel aufeinander zu. Sie pressen dann das Buch zusammen. Das macht man mit den Büchern, die vorher mit Papierleim eingeschmiert wurden. So halten die Seiten besser zusammen, während der Leim trocknet.

Das erste Exemplar des fertigen Buches können die Kinder mit nach Hause nehmen. Weitere Exemplare werden hergestellt und stehen bei den „Buchkindern“ im Bücherregal, wo sie alle sehen und auch kaufen können. Manchmal lesen sie ihre Texte dann auch vor Publikum vor - wie erwachsene Autoren und Autorinnen.

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