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Der Trick mit der gebogenen Platte

03.11.2020 05:30, Von Philipp Brandstädter — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Teqball ist ein neuer Trendsport, der an Tischtennis, Fußball oder auch Volleyball erinnert

Die Platte erinnert an Tischtennis. Die Bälle und Bewegungen können aber auch vom Fußball oder Volleyball stammen. Die Rede ist vom Teqball. Manche Spieler arbeiten damit beim Training an ihrer Technik. Andere freuen sich einfach über einen neuen Trendsport.

Gianluca (rechts hinten) spielt gerne Teqball.  Foto: Philipp Brandstädter
Gianluca (rechts hinten) spielt gerne Teqball. Foto: Philipp Brandstädter

Tischtennis spielt man am besten mit richtigen Schlägern und Bällen an einer richtigen Platte. Auf Spielplätzen und Schulhöfen finden viele Leute aber auch andere Möglichkeiten. Man kann ja auch irgendeinen Ball mit der Hand oder dem Mathe-Buch über das Netz schlagen.

Im Land Ungarn haben zwei Erfinder aus den Spielen an der Platte eine neue Sportart gemacht. Die beiden Freunde kickten einen Fußball auf einer Tischtennis-Platte hin und her. Aber so richtig gut klappte das nicht.

Der Ball sprang zu hoch ab und immer wieder blieb einer mit dem Fuß an der Platte hängen. Autsch!

Also bauten sie sich in ihrer Garage eine eigene Platte. Sie veränderten die Höhe des Tisches und rundeten dessen Kanten ab. Das Netz ersetzten sie durch eine flache Scheibe aus Plexiglas. Schließlich ließen sie sich einen entscheidenden Kniff einfallen: Sie bauten eine Platte mit einer gebogenen Oberfläche. Damit war die Teqball-Platte erfunden.

Auf einer Teqball-Platt kann man verschiedenes Spielen

Eine Teqball-Platte lässt sich ganz unterschiedlich bespielen. Fußball-Profis spielen zum Beispiel eine Art Fußball-Tennis darauf. Je zwei Spieler auf einer Seite versuchen, einen Fußball auf die gegnerische Seite der Platte zu befördern.

Wie beim Fußball dürfen sie Füße, Knie, Brust, Schulter und den Kopf benutzen. Die Kicker verbessern damit ihre Technik, wenn sie den Ball über die Platte spielen. Volleyballer können auf der Teqball-Platte üben, ihre Bälle genauer zu baggern, zu pritschen und zu schmettern.

Auch Gianluca spielt Teqball. „Ich bin kein großer Fan von Fußball auf dem Rasen“, sagt der Junge, „aber an der Platte ist das richtig cool.“ Man lerne, den Ball anzunehmen und hochzuhalten, erzählt Gianluca weiter. Und: „Durch die gebogene Platte springt der Ball ungewöhnlich ab. Da muss man unheimlich schnell reagieren.“

Gianluca und seine Freunde haben schnell gelernt, wie man am besten Punkte beim Teqball macht. Mit viel Kraft im Fuß geht schon einmal nicht so viel. „Es sind eher Köpfchen und Feingefühl gefragt“, sagt Gianluca. „Richtig schwer wird es für den Gegner, wenn der Ball die Platte nur noch streift.“

Der Trick mit der gebogenen Platte macht Teqball für viele Leute interessant. Darum sieht man die Tische inzwischen auch auf Spielplätzen und in Sportvereinen.

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