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„Der Spielplatz ist wichtig als Treffpunkt“

11.05.2021 05:30, Von Louisa Grübler — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

An den beliebten Orten kann man toben, sich bewegen – und auch träumen

Kletterspinne, Seile zum Balancieren, Schaukeln, Wippen und Rutschen. Spielplätze sind tolle Orte, an denen man gemeinsam spielen und toben kann. Warum sind sie so wichtig?

Klettergerüste auf Spielplätzen sind beliebt. Die Spielgeräte werden streng kontrolliert. Es wird geprüft, ob die Geräte sicher und belastbar sind.  Foto: Louisa Grübler
Klettergerüste auf Spielplätzen sind beliebt. Die Spielgeräte werden streng kontrolliert. Es wird geprüft, ob die Geräte sicher und belastbar sind. Foto: Louisa Grübler

Stell dir einfach mal vor, dass du einen Tag lang Chef deiner Stadt bist. Und deine Aufgabe ist es, einen neuen Spielplatz zu gestalten. Wie sollte dieser Platz aussehen? Was darf auf keinen Fall fehlen?

Dürfte der neun Jahre alte Jakob einen Spielplatz planen, dann gäbe es dort: „Eine Hüpfburg. Vielleicht sogar ein Schwimmbad oder einen kleinen Pool“, sagt er. Der Junge lebt in der Stadt Leipzig im Bundesland Sachsen. Am liebsten nutzt Jakob die Zeit auf dem Spielplatz, um mit Freunden zu reden. Aber auch um sich zu bewegen. Für den Neunjährigen ist jeder Spielplatz aber irgendwie gleich. „Jeder Spielplatz hat eine Rutsche, so ein kleines Klettergerüst. Und eine Schaukel ist auch noch da“, sagt er. Das findet er doof.

Spielplätze planen meist Leute, die für das Gestalten von Landschaften ausgebildet sind. Die Landschaftsgestalter und -gestalterinnen wüssten aber nur selten, was Kinder brauchen, sagt Günter Beltzig. Er kennt sich damit sehr gut aus. Denn er entwickelt schon seit etwa 50 Jahren Spielplätze.

Er findet es schade, dass Spielplätze von Erwachsenen geplant und gestaltet werden. „Die Kinder können kaum noch selbst planen“, sagt er.

In Leipzig ist das zum Beispiel möglich. Dort können Kinder und Jugendliche ihre Wünsche für Spielplätze einbringen.

Das sagt Heiko Rosenthal, Bürgermeister für Umwelt und Sport der Stadt. „Die Kinder und Jugendlichen entwickeln eigene Kreationen, die wir dann mit Holzbauern und Landschaftsarchitekten versuchen umzusetzen“, erklärt er.

Jakob träumt zum Beispiel von einer Kletterwand. Klettergerüste mag er nicht so. „Bei der Kletterwand ist es so, dass man nicht so viel Platz zum Greifen hat. Das macht dann irgendwie mehr Spaß“, sagt er. Jakob ist es lieber, wenn ihm der Weg nicht vorgegeben wird. Er möchte selbst entscheiden. Wie bei einem Kletterbaum, bei dem auch nicht jeder Griff vorher feststeht.

Warum sind Spielplätze eigentlich wichtig? „Der Spielplatz ist wichtig als Treffpunkt“, sagt Experte Günter Beltzig. Dort trifft man Leute und kann sich austauschen. Außerdem kann man lernen, wie man mit anderen und unbekannten Menschen am besten klar kommt.

Der Spielplatz ist aber auch ein Ort, wo man träumen, toben und sich bewegen kann. Jedes Kind hat ein Recht auf Spiel und Freizeit. Das ist wichtig. Studien zeigen: Wenn man sich viel bewegt, dann kann man sich besser konzentrieren. Da viele Kinder die Spielgeräte nutzen, werden die Spielplätze streng kontrolliert, sagt Bürgermeister Heiko Rosenthal. Wöchentlich wird geprüft, ob die Geräte sicher und belastbar sind. Zum Beispiel wird kontrolliert, dass keine Holzsplitter abstehen. Damit sich niemand daran verletzt.

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